Die Pekinese, einst als kaiserlicher Begleithund am altchinesischen Hof geliebt, ist ein kleiner Hund mit kurzen Beinen, langem Rücken und üppigem Fell. Doch aufgrund dieser besonderen Körperstruktur treten lebenslang häufig Gelenk- und Wirbelsäulenprobleme wie Patellaluxation und Bandscheibenvorfälle auf, wobei im Alter eine noch sorgfältigere Pflege erforderlich ist. Heute stellen wir Ihnen die wichtigsten Heimpflege-Maßnahmen zur Gelenk- und Alterspflege vor, die jeder Pekinesen-Halter kennen sollte.
01Warum Pekingesen anfällige Gelenke haben
Der Pekingese ist eine brachyzephale (kurzköpfige) Rasse mit Chondrodysplasie-Merkmalen, was bedeutet, dass der Körper im Verhältnis zu den kurzen, stämmigen Beinen lang und schwer ist. Diese Struktur belastet kontinuierlich Knie, Hüftgelenke und Wirbelsäule, wobei häufig Patellaluxation, Hüftgelenksdysplasie und Bandscheibenvorfall (IVDD) berichtet werden.
Insbesondere beim Pekingesen ist das Verhältnis von Skelett zu Körpergewicht ungünstig, und aufgrund des üppigen Doppelfells ist Übergewicht mit bloßem Auge schwer zu erkennen. Bei Übergewicht steigt die Belastung der Gelenke rapide an, daher sind regelmäßige Tastuntersuchungen und Gewichtskontrollen unerlässlich.
Im fortgeschrittenen Alter verlangsamt sich die Knorpelregeneration und entzündliche Reaktionen nehmen zu, wodurch sich Arthritis entwickeln kann. Daher ist es wichtig, präventive häusliche Pflege bereits in jungen Jahren zu beginnen.
02Gesundes Körpergewicht hat oberste Priorität
Das Standardgewicht eines Pekingesen liegt bei 3–6 kg, aber da die Skelettgröße bei jedem Hund unterschiedlich ist, sollte die Beurteilung anhand des Body Condition Score (BCS) erfolgen. Wenn Sie die Rippen leicht ertasten können und von oben betrachtet eine leichte Taille erkennbar ist, hat Ihr Hund ein gesundes Gewicht.
Aufgrund des langen Fells kann Übergewicht äußerlich leicht übersehen werden. Kontrollieren Sie daher wöchentlich durch Abtasten die Körperform. Schon 1 kg zusätzliches Gewicht bedeutet eine erhebliche Belastung für die kleinen Gelenke des Pekingesen.
- Tägliche Futtermenge genau mit einem Messbecher abmessen
- Leckerlis auf maximal 10 % der täglichen Gesamtkalorien begrenzen
- Menschliche Nahrung (insbesondere fetthaltige Speisen) ist tabu
- Nach der Kastration/Sterilisation sinkt der Stoffwechsel – Futtermenge entsprechend anpassen
03Gestaltung der Wohnumgebung zur Entlastung der Gelenke
Aufgrund ihres langen Rückens und ihrer kurzen Beine verursachen Treppensteigen sowie Sprünge auf Sofas und Betten erhebliche Belastungen für Wirbelsäule und Knie bei Pekingesen. Der Kern der häuslichen Pflege besteht darin, die Gelenkbelastung in den alltäglichen Bewegungsabläufen zu minimieren.
- Installation einer rutschfesten Haustiertreppe oder Rampe neben Sofa und Bett
- Rutschfeste Matten oder Teppiche auf dem Boden für bessere Traktion
- Verwendung eines höhenverstellbaren Napfständers für Wasser- und Futternäpfe, damit Nacken und Wirbelsäule nicht gebeugt werden müssen
- Häufiges Knien oder die „Hundesitz-Position" erhöhen die Belastung der Kniescheibe – Polsterung auf dem Boden bereitstellen
Bei älteren Hunden kann der Bewegungsumfang der Gelenke eingeschränkt sein, was das Grooming und die Kotabsatzhaltung erschweren kann. Daher kann es hilfreich sein, die Höhe der Toilettenschale zu verringern oder mehrere Unterlagen übereinander zu legen, um die Zugänglichkeit zu verbessern.
04Maßgeschneidertes Bewegungsprogramm für Pekinesen
Für die Gelenkgesundheit ist die Aufrechterhaltung einer angemessenen Muskelkraft unerlässlich, aber Pekinesen sind nicht für intensive Bewegung geeignet. Aufgrund ihrer brachyzephalen Merkmale kann es leicht zu Atembeschwerden kommen, und das lange Fell erschwert die Temperaturregulierung. Daher gilt das Prinzip: geringe Intensität, kurze Dauer, häufig.
Empfohlene Bewegungsformen
- Spaziergänge auf ebenem Gelände: 2-mal täglich, jeweils 10–15 Minuten. Erd- oder Graswege sind vorteilhafter für die Stoßdämpfung der Gelenke als Asphalt
- Nasenarbeit im Innenbereich: Verstecken Sie Leckerlis und lassen Sie den Hund diese langsam suchen – dies regt das Gehirn an und bietet sanfte Ganzkörperbewegung
- Wassertherapie (falls möglich): Stärkt die Muskulatur bei gleichzeitiger Entlastung der Gelenke durch Auftrieb. Die Nutzung eines spezialisierten Wasserrehabilitationszentrums wird empfohlen
An heißen Sommertagen oder bei feuchtem Wetter ist das Risiko von Atembeschwerden erhöht. Wählen Sie daher frühe Morgen- oder Abendstunden und bieten Sie während des Spaziergangs häufig Ruhepausen an.
05Ernährungsmanagement für ältere Pekinesen
Bei Pekinesen ab 7 Jahren nimmt die Muskelmasse ab und der Knorpelstoffwechsel verlangsamt sich, daher sollte auf eine proteinreiche, fettarme Ernährung mit verstärkten Gelenknährstoffen umgestellt werden. Wählen Sie aus dem Handel erhältlichen Senior-Futtersorten eine Linie für kleine Rassen und Gelenkpflege oder erstellen Sie in Absprache mit Ihrem Tierarzt einen individuellen Ernährungsplan.
Wichtige Gelenknährstoffe
- Glucosamin & Chondroitin: Als Knorpelbestandteile sind sie allgemein dafür bekannt, zur Erhaltung der Gelenkgesundheit beitragen zu können
- Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): Können durch ihre entzündungshemmende Wirkung zur Linderung von Gelenkentzündungen beitragen
- MSM, Hyaluronsäure: Unterstützen die Gelenkschmierung und Flexibilität
- Antioxidantien (Vitamin E, C): Verringerung von oxidativem Stress durch Alterung
Mit spezialisierten Heimversorgungsprodukten für Gelenke und Muskelkraft wie ANITOK Joint können auch kleine Rassen wie der Pekingese, die ein geringes Körpergewicht haben und geschmacksempfindlich sind, die Nährstoffe ohne Belastung ergänzen. Beachten Sie jedoch, dass Nahrungsergänzungsmittel lediglich unterstützende Mittel und keine Behandlung darstellen – bei Symptomen sollte immer zuerst ein Tierarzt konsultiert werden.
06Alltagsbeobachtung und Früherkennung
Pekingesen zeigen Schmerzen oft nicht deutlich, und aufgrund ihres langen Fells und ihrer ruhigen Wesensart werden Gelenkprobleme häufig erst spät erkannt. Halter sollten routinemäßig auf folgende Anzeichen achten:
- Hüpfen mit angehobenen Hinterbeinen oder Hinken auf einem Bein
- Zögern oder Weigern, Treppen oder Sofas zu erklimmen
- Häufiges Anhalten und Hinsetzen während des Spaziergangs oder deutlich verkürzte Spazierstrecken
- Stöhnende Geräusche beim Aufstehen oder steife Bewegungen
- Unbeholfene oder aufgegebene Putzhaltungen (insbesondere beim Lecken der Hinterpfoten)
Wenn solche Symptome beobachtet werden, sollten Sie nicht selbst diagnostizieren, sondern so schnell wie möglich in einer Tierklinik durch Röntgenuntersuchung und Palpation den genauen Zustand abklären lassen. Früherkennung ist der Schlüssel zur Erhaltung der Gelenkgesundheit.
· Wenn Ihr Hund länger als einen Tag hinkt oder ein Bein hochhält beim Laufen
· Wenn Ihr Hund plötzlich das Treppensteigen oder Hochspringen aufs Sofa verweigert oder vor Schmerzen aufschreit
· Wenn neurologische Symptome wie Lähmungen der Hinterbeine oder Probleme bei der Kontrolle von Harn- und Kotabsatz auftreten
· Wenn sich Schmerzen oder Lahmheit trotz Gewichtsreduktion und kontrollierter Bewegung verschlimmern
