Der Pekingese, eine kaiserliche Hunderasse, zeichnet sich durch sein üppiges Doppelfell, seine kurze Schnauze und das lange Zierhaar aus, das die Ohrmuschel umgibt. Doch gerade aufgrund dieses eleganten Aussehens ist die Belüftung der Ohren erschwert, und wenn sich Feuchtigkeit leicht ansammelt, kann das Risiko für Außenohrentzündungen steigen. Durch regelmäßige Ohrenpflege im Alltag lassen sich Entzündungen und Infektionen wirksam vorbeugen.
01Warum die Ohren des Pekingesen anfällig sind
Der Pekingese hat üppiges, langes Zierhaar, das rund um die Ohrmuschel wächst, und die Gehörgänge selbst sind relativ eng, während die Ohren eng am Kopf anliegen. Dies führt dazu, dass die Luftzirkulation im inneren Gehörgang eingeschränkt ist und sich eine Struktur ergibt, in der sich Feuchtigkeit und Ohrenschmalz leicht ansammeln.
Darüber hinaus sind aufgrund der für brachyzephale Rassen typischen Atemprobleme und Hautfalten die allgemeine Immunität und der Hautzustand miteinander verbunden, sodass Hautreizungen oder Allergien im Ohrbereich häufig zu Ohrentzündungen führen können. Pekingesen-Halter sollten die Ohrengesundheit vorbeugend regelmäßig kontrollieren.
Besonders im Sommer oder wenn nach dem Baden oder Spazierengehen Feuchtigkeit zurückbleibt, können sich Bakterien und Hefen leicht vermehren, weshalb Trockenhaltung und Sauberkeit entscheidend sind.
02Tägliche Ohren-Pflegeroutine – 2–3 Mal pro Woche kontrollieren
Bei Pekingesen kann bereits die Gewohnheit, 2–3 Mal pro Woche den Zustand der Ohren kurz zu überprüfen, dabei helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen. Schauen Sie sich die Innenseite der Ohrmuschel und den Eingang des Gehörgangs an und prüfen Sie auf Geruch, Ausfluss und Rötungen.
Grundlegende Kontrollpunkte
- Ob aus dem Ohr ein säuerlicher oder muffiger Geruch kommt
- Ob braune oder gelbe Absonderungen oder klebriges Ohrenschmalz übermäßig zu sehen sind
- Ob die Haut an der Innenseite der Ohrmuschel gerötet ist oder sich warm anfühlt
- Ob der Hund häufig den Kopf schüttelt oder sich am Ohr kratzt
Wenn keine auffälligen Anzeichen vorliegen, reinigen Sie mit Gaze oder Wattepads, die mit einem speziellen Ohrenreiniger befeuchtet wurden, sanft nur die Falten der Ohrmuschel und den Bereich um den Eingang. Wattestäbchen sollten vermieden werden, da sie das Ohrenschmalz nach innen schieben können.
03Ohren nach dem Baden und Spaziergang gründlich trocknen – unverzichtbar
Pekingesen haben langes Fell, das die Ohrmuscheln bedeckt, wodurch Feuchtigkeit leicht lange zurückbleibt. Nach dem Baden oder einem Spaziergang bei Regen sollten Sie die Ohren innen und außen unbedingt trocknen.
Tupfen Sie die Umgebung des Ohreneingangs vorsichtig mit trockener Gaze ab, um die Feuchtigkeit aufzunehmen, und trocknen Sie auch das dekorative Fell der Ohrmuscheln mit niedriger Föhnstufe. Heiße Luft kann die Haut reizen, daher verwenden Sie den Kaltluft- oder lauwarmen Modus aus einer Entfernung von mindestens 20 cm.
Wenn die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen generell hoch ist oder im Sommer, kann es hilfreich sein, 1- bis 2-mal pro Woche ein spezielles Ohrenpuder aufzutragen, um die Feuchtigkeit im Ohr zu regulieren.
04Ohrhaarpflege und Verbesserung der Belüftung
Pekingesen haben nicht nur am Eingang des Gehörgangs, sondern auch an der Außenseite der Ohrmuschel besonders langes und dichtes Zierhaar, das oft die Ohren vollständig bedeckt. Dadurch wird die Belüftung des äußeren Gehörgangs blockiert und es kann sich leicht Feuchtigkeit ansammeln.
Lassen Sie regelmäßig im Hundesalon das Fell rund um die Ohrmuschel kürzen oder schneiden Sie zu Hause vorsichtig nur die Haare, die den Gehörgang bedecken, mit einer Schere mit abgerundeter Spitze. Haare im Inneren des Ohrs sollten nicht gewaltsam gezupft werden – lassen Sie sich vorher von einem Tierarzt oder professionellen Groomer beraten.
Allein durch die Verbesserung der Belüftung lässt sich die Rückfallrate von Außenohrentzündungen deutlich senken. Daher wird empfohlen, den Pflegerhythmus alle 4–6 Wochen beizubehalten.
05Frühe Anzeichen einer Ohrenentzündung und Gegenmaßnahmen
Wenn Ihr Pekingese folgende Verhaltensweisen zeigt, könnte dies auf eine beginnende Ohrenentzündung hinweisen.
- Kopf zur Seite neigen oder ständig schütteln
- Mit der Hinterpfote am Ohr kratzen oder das Ohr am Boden reiben
- Im Ohr riecht es ungewöhnlich oder es ist Ausfluss sichtbar
- Schmerzreaktion oder empfindliches Verhalten beim Berühren des Ohrs
Wenn diese Symptome auftreten, sollten Sie zu Hause keine eigenmächtige Reinigung vornehmen, sondern eine nahegelegene Tierarztpraxis aufsuchen, um die genaue Ursache (Bakterien, Hefen, Allergien usw.) diagnostizieren zu lassen. Da sich die verschriebenen Medikamente oder Reinigungslösungen je nach Ursache unterscheiden, ist eine fachkundige Beratung unerlässlich.
Einige Tierhalter nutzen Lösungen für die Ohren- und Hautpflege zu Hause wie ANITOK Care als Teil ihrer täglichen Routine, um die Sauberkeit aufrechtzuerhalten, was präventiv hilfreich sein kann.
06Allergie- und Ernährungsmanagement sowie Ohrengesundheit
Pekingesen haben oft empfindliche Haut und neigen zu Allergien, wobei Futter- oder Umweltallergien auch zu Ohrenentzündungen führen können. Manche Hunde reagieren auf bestimmte Proteine (Huhn, Rind) oder Getreide. Bei wiederkehrenden Außenohrentzündungen kann daher eine Eliminationsdiät in Erwägung gezogen werden.
Auch Umweltallergene wie Hausstaubmilben oder Pollen können Auslöser sein. Waschen Sie daher Bettwäsche häufig und verwenden Sie einen Luftreiniger, um die Raumluftqualität zu verbessern.
Chronische Außenohrentzündungen sind nicht nur ein einfaches Ohrenproblem, sondern können ein Signal für das allgemeine Immunsystem und den Hautzustand sein. Daher ist es wichtig, gemeinsam mit dem Tierarzt einen umfassenden Pflegeplan zu erstellen.
· Wenn ein übler Geruch aus dem Ohr kommt oder kontinuierlich gelber oder brauner Ausfluss austritt
· Wenn Ihr Haustier Schmerzempfindlichkeit beim Berühren der Ohren zeigt oder ständig den Kopf schüttelt und kratzt
· Wenn die Innenseite der Ohrmuschel gerötet und geschwollen ist oder Blutungen bzw. Ausfluss sichtbar sind
· Wenn sich die Symptome nach 2–3 Tagen häuslicher Pflege nicht bessern oder sich verschlimmern
