Der Pekinese, einst als kaiserlicher Hund bezeichnet, ist eine Rasse, die ebenso viel sorgfältige Pflege benötigt wie er würdevolle Haltung zeigt. Insbesondere führt die kurze Schnauzenstruktur (Brachyzephalie) dazu, dass die Zähne auf engem Raum gedrängt stehen, wodurch sich Futterreste und Zahnstein leicht ansammeln und zu Zahnfleischerkrankungen führen können. Konsequente Maulhygiene-Heimversorgung ist der Ausgangspunkt für lebenslange Gesundheit.
01Warum ist die Zahnpflege bei Pekingesen besonders wichtig?
Pekingesen gehören zu den brachyzephalen (kurzköpfigen) Rassen und haben im Verhältnis zum Schädel eine kurze und flache Schnauzenstruktur. Dadurch sind die Zähne auf engem Raum abnormal dicht gedrängt, und die Zahnstellung ist häufig unregelmäßig.
Diese strukturellen Besonderheiten schaffen eine Umgebung, in der Futterreste leicht zwischen den Zähnen hängen bleiben und der Speichel nicht richtig zirkulieren kann, sodass sich Zahnstein und Plaque schnell ansammeln. Es ist allgemein bekannt, dass über 80 % der kleinen Hunde ab 3 Jahren an Parodontalerkrankungen leiden, und bei Pekingesen ist das Risiko noch höher.
Zudem haben Pekingesen ein unabhängiges und eigenwilliges Temperament, weshalb das Training zur Gewöhnung an das Zähneputzen und die Maulpflege von klein auf schrittweise erfolgen sollte.
02Tägliches Zähneputzen – die richtige Methode für Pekinesen
Der sicherste Weg, die Mundgesundheit Ihres Pekinesen zu schützen, ist das tägliche Zähneputzen. Einmal täglich, idealerweise nach dem Abendessen oder vor dem Schlafengehen, ist optimal.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Zähneputzen
- Besorgen Sie eine Zahnbürste und Zahnpasta speziell für Hunde. Verwenden Sie niemals Zahnpasta für Menschen.
- Gewöhnen Sie Ihren Hund zunächst daran, indem Sie Gaze um Ihren Finger wickeln und das Zahnfleisch sanft massieren.
- Sobald sich Ihr Hund an die Zahnbürste gewöhnt hat, putzen Sie in einem 45-Grad-Winkel entlang des Zahnfleischrands mit kleinen kreisenden Bewegungen.
- Bei Pekinesen sammelt sich besonders an den Schneidezähnen, um die Eckzähne herum und an der Außenseite der Backenzähne Zahnstein an – diese Bereiche sollten Sie gezielt pflegen.
- Belohnen Sie Ihren Hund nach dem Zähneputzen mit Lob und Leckerlis, um eine positive Erfahrung zu schaffen.
Da Pekinesen es nicht mögen können, wenn ihr Gesicht berührt wird, ist es wichtig, sie von klein auf daran zu gewöhnen, indem Sie häufig die Mundpartie berühren und durch Belohnungen positive Assoziationen schaffen.
03Hilfreiche Maßnahmen zur häuslichen Pflege neben dem Zähneputzen
Wenn das tägliche Zähneputzen schwierig ist oder eine Ergänzung benötigt wird, können folgende Methoden zusätzlich genutzt werden.
- Dental-Kauartikel und Spielzeug: Das Kauen an sich kann bei der Entfernung von Zahnstein hilfreich sein, jedoch haben Pekingesen eine schwache Kieferkraft und es besteht Erstickungsgefahr, daher sollten Größe und Härte sorgfältig ausgewählt werden.
- Mundsprays und Wasserzusätze: An Tagen, an denen das Zähneputzen schwierig ist, kann die Verwendung von häuslichen Pflegeprodukten wie ANITOK Care in Betracht gezogen werden, um die Bakterienumgebung in der Maulhöhle zu kontrollieren.
- Ernährungsanpassung: Trockenfutter in angemessener Größe kann im Kauprozess einen reinigenden Effekt auf die Zahnoberflächen haben, im Vergleich zu weichem Nassfutter.
Diese Hilfsmittel können jedoch das Zähneputzen nicht vollständig ersetzen und sind am effektivsten, wenn sie in Kombination angewendet werden.
04Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Zahnsteinentfernung – wann sind sie notwendig?
Die Pflege zu Hause allein hat ihre Grenzen. Für Pekingesen wird empfohlen, mindestens alle 6 Monate bis ein Jahr eine zahnärztliche Kontrolluntersuchung in einer Tierklinik durchführen zu lassen.
Der Tierarzt kann die Zahnstellung, den Grad der Zahnsteinablagerung und eventuelle Zahnfleischentzündungen professionell beurteilen und bei Bedarf eine Zahnsteinentfernung unter Vollnarkose empfehlen. Da Pekingesen eine brachyzephale Rasse sind, ist die Atemwegskontrolle während der Narkose äußerst wichtig. Daher sollte unbedingt eine Klinik ausgewählt werden, die über umfangreiche Erfahrung mit der Narkose brachyzephaler Rassen verfügt.
Auch nach der Zahnsteinentfernung muss die häusliche Pflege konsequent fortgesetzt werden, um die erneute Bildung von Zahnstein zu verzögern. Langfristig trägt dies dazu bei, die Zähne zu erhalten und die allgemeine Gesundheit zu schützen.
05Wie die Mundgesundheit die allgemeine Gesundheit beeinflusst
Zahnprobleme beschränken sich nicht nur auf die Maulhöhle. Es ist bekannt, dass fortgeschrittene Parodontalerkrankungen dazu führen können, dass Bakterien über den Blutkreislauf zu wichtigen Organen wie Herz, Leber und Nieren gelangen und systemische Infektionen oder Entzündungsreaktionen auslösen können.
Da Pekingesen von Natur aus eine anfällige Atemwegsstruktur haben, können chronische Entzündungen in der Maulhöhle Atembeschwerden zusätzlich verschlimmern. Außerdem können Zahnschmerzen oder Zahnfleischbeschwerden zu Appetitlosigkeit führen, was wiederum zu verminderter Vitalität und Gewichtsverlust führen kann.
Daher ist die Mundpflege nicht nur eine kosmetische Angelegenheit, sondern ein zentraler Gesundheitsaspekt, der die Lebensqualität und Lebenserwartung des Pekingesen maßgeblich beeinflusst.
06Häufig gestellte Fragen zur Maulhygiene von Pekingesen-Besitzern
Viele Besitzer sagen: „Mein Hund hasst die Zahnbürste einfach." Pekingesen folgen aufgrund ihres unabhängigen und sensiblen Charakters oft nicht von Anfang an bereitwillig.
Der Schlüssel liegt in der schrittweisen Gewöhnung und positiven Verstärkung. In der ersten Woche heben Sie nur leicht die Lippe und belohnen, in der nächsten Woche berühren Sie die Zähne mit dem Finger und belohnen, in der darauffolgenden Woche reinigen Sie mit Gaze – steigern Sie den Schwierigkeitsgrad langsam.
Da Pekingesen außerdem langes Fell um die Augen und die Schnauze haben, das leicht mit Speichel oder Futterresten verschmutzt werden kann, hilft auch die Gewohnheit, nach den Mahlzeiten die Gesichtspartie sauber zu wischen, indirekt bei der Maulhygiene.
· Wenn der Mundgeruch plötzlich stärker wird oder faulig riecht
· Wenn das Zahnfleisch geschwollen ist oder blutet
· Wenn Ihr Tier das Futter verweigert oder nur auf einer Seite kaut
· Wenn übermäßiger Speichelfluss auftritt oder das Tier sich wiederholt im Gesicht kratzt
· Wenn Zähne locker sind oder Verfärbungen bzw. Brüche festgestellt werden
