Machen Sie sich Sorgen wegen der langen Unterwolle, die auf jedem Sofakissen herumfliegt, oder wegen des im Sommer verfilzten Achselfells? Der Pekingese ist eine Rasse mit langem Doppelfell, das am chinesischen Kaiserhof geliebt wurde, und einer kurzen, flachen Schnauzenstruktur, die die Temperaturregulation erschwert und das Fell leicht verfilzen lässt. Doch mit einigen wenigen Grundprinzipien können Sie auch zu Hause ein glänzendes Fell und eine gesunde Haut bewahren.
01Fellstruktur des Pekingesen und Gründe für Haarausfall
Der Pekingese hat ein doppeltes Fell, das aus langem Deckhaar (Overcoat) und weicher Unterwolle (Undercoat) besteht. Besonders um den Hals, an der Brust und am Schwanz wächst üppiges Fell, das ein „Löwenmähnen"-ähnliches Aussehen erzeugt. Doppelfellrassen verlieren besonders während der Jahreszeitenwechsel (Frühling und Herbst) konzentriert Unterwolle, und durch Innenheizung und Klimaanlage kann das ganze Jahr über in geringen Mengen Fellausfall auftreten.
Aufgrund der kurzen Schnauze (brachyzephale Struktur) des Pekingesen ist die Fähigkeit zur Temperaturregulierung eingeschränkt, weshalb bei Stress vermehrt Haare ausfallen können. Außerdem hat die Rasse viele Hautfalten, und wenn Hautentzündungen auftreten, können lokaler Haarausfall oder übermäßige Schuppenbildung auftreten. Daher ist die Fellpflege nicht nur eine kosmetische Angelegenheit, sondern ein Fenster zum Ablesen allgemeiner Gesundheitssignale.
02Grundlegende Bürstenroutine: Mit täglich 5 Minuten Verfilzungen und Knoten vorbeugen
Das Herzstück der Fellpflege bei Pekingesen ist das tägliche Bürsten. Da die lange und weiche Unterwolle leicht verfilzt, sollten Sie täglich 5–10 Minuten mit einer Slicker-Bürste oder Nadelbürste in Wuchsrichtung bürsten.
- Beginnen Sie mit stark beanspruchten Bereichen wie Hals, Achseln und hinter den Ohren
- Lösen Sie verfilzte Stellen mit der Slicker-Bürste und bringen Sie das gesamte Fell mit der Nadelbürste in Form
- Sprühen Sie vor dem Bürsten ein leichtes Spray (Wasser oder Conditioner-Spray) auf, um statische Aufladung zu vermeiden
- Verknotetes Fell sollten Sie zunächst vorsichtig mit den Händen lösen, bevor Sie es bürsten – so wird die Haut nicht belastet
Regelmäßiges Bürsten entfernt abgestorbene Unterwolle, reduziert Haarausfall in der Wohnung und fördert die Durchblutung der Haut für mehr Glanz. Sollten Sie jedoch rote Flecken oder Krusten auf der Haut bemerken, unterbrechen Sie das Bürsten und konsultieren Sie einen Tierarzt.
03Baden und Trocknen für die Hautgesundheit
Bei Pekinesen trocknen die Hautfalten und das Innere des üppigen Fells nicht gut, wodurch das Risiko für Pilz- und Bakterienwachstum besteht. Baden Sie alle 2–3 Wochen, aber im Sommer oder bei häufigen Spaziergängen ist auch ein wöchentlicher Rhythmus in Ordnung.
- Mit lauwarmem Wasser gründlich bis zur Haut befeuchten und ein mildes Hundeshampoo verwenden
- Gesichtsfalten, hinter den Ohren und zwischen den Zehen mit den Fingern sorgfältig reinigen
- Beim Ausspülen gründlich nachspülen, damit keine Shampoo-Rückstände verbleiben
- Mit kühler Luft bis zur Unterwolle vollständig trocknen, um Hautentzündungen vorzubeugen
Wenn Sie direkt nach dem Baden bürsten, lassen sich verfilzte Stellen in der Unterwolle viel leichter lösen. Verwenden Sie beim Föhnen eine niedrige Stufe und niedrige Temperatur, um die empfindliche Haut des Pekinesen zu schützen.
04Raumklima und Ernährung: Fell- und Hautgesundheit von innen heraus pflegen
Pekingesen sind hitzeempfindlich, daher ist es ideal, die Raumtemperatur bei 22–24 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 40–60 % zu halten. Wenn die Temperatur zu hoch ist, kann Stress zu vermehrtem Haarausfall führen, und bei niedriger Luftfeuchtigkeit kann die Haut austrocknen, was zu vermehrter Schuppenbildung führen kann.
In Bezug auf die Ernährung sind Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Zink und Biotin dafür bekannt, den Fellglanz und die Hautbarriere zu unterstützen. Achten Sie auf dem Futteretikett auf Zutaten wie Lachs- oder Leinöl und Eier, und falls erforderlich, können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Tierarzt Nahrungsergänzungsmittel hinzufügen.
Darüber hinaus hilft eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr dabei, die Hautelastizität zu erhalten und Nährstoffe bis in die Haarspitzen zu transportieren. Stellen Sie mehrere Wassernäpfe auf und erwägen Sie, Nassfutter anzubieten oder Wasser unter das Futter zu mischen.
05Anzeichen für Haarausfall & Hautprobleme und professionelle Pflege
Neben dem normalen jahreszeitlich bedingten Fellwechsel können folgende Symptome auf Hauterkrankungen oder ein Nährstoffungleichgewicht hinweisen.
- Lokaler Haarausfall oder symmetrische Haarverlustmuster
- Gerötete Haut oder übermäßige Zunahme von Schuppen und Fettigkeit
- Häufiges Kratzen oder Lecken an Pfoten, Bauch oder Gesichtsfalten
- Unangenehmer Geruch aus dem Fell oder Krusten bzw. Ausfluss auf der Haut
In solchen Fällen ist eine Lösung durch häusliche Pflege allein oft schwierig, weshalb eine Hautuntersuchung (Hautgeschabsel, mikroskopische Untersuchung) in einer Tierklinik empfohlen wird. Es können verschiedene Ursachen wie Allergien, Schilddrüsenunterfunktion oder Cushing-Syndrom dahinterstecken.
Im Alltag können Heimprodukte wie ANITOK Hair, die Extrakte aus Weißem Holzohr-Pilz enthalten, dazu beitragen, den Zustand von Fell und Kopfhaut zu unterstützen. Am sichersten ist es jedoch, die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln und die Anwendung unter tierärztlicher Anleitung durchzuführen.
06Checkliste zur Fellpflege bei Pekingesen
- Tägliches Bürsten für 5–10 Minuten, um Verfilzungen und Unterwolle zu entfernen
- Baden alle 2–3 Wochen, vollständiges Trocknen bis in die Tiefe mit kühler Föhnluft
- Raumtemperatur bei 22–24 °C und Luftfeuchtigkeit bei 40–60 % halten
- Futter wählen, das reich an Omega-Fettsäuren, Zink und Biotin ist
- Mehrere Wassernäpfe verteilen, um ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu fördern
- Falten an Gesicht, Ohren und Zehen sauber halten, um Pilzbefall vorzubeugen
- Bei abnormalem Haarausfall, Juckreiz oder unangenehmen Gerüchen sofort den Tierarzt konsultieren
Der Pekinese hat seine Würde seit Jahrhunderten am kaiserlichen Hof bewahrt – die aufmerksame Pflege durch den Halter lässt diese Schönheit noch mehr erstrahlen. Kleine tägliche Routinen summieren sich und schaffen ein gesundes Fell sowie ein angenehmes Leben.
· Lokaler oder symmetrischer Haarausfall oder gerötete und geschwollene Haut
· Schuppen und Fettigkeit nehmen plötzlich zu und werden von Geruch begleitet
· Übermäßiges Kratzen oder Lecken an Gesicht, Pfoten oder Bauch, wodurch Hautverletzungen entstehen
· Krusten, Nässen oder Blutungen sind erkennbar oder Appetit und Vitalität lassen gleichzeitig nach
