Unser Malteser, dessen weißes Langhaar wie eine Wolke schwingt – haben Sie beim Spaziergang schon einmal bemerkt, wie er plötzlich ein Hinterbein anhebt und hüpfend läuft? Mit einem kleinen Körperbau von 2,5–4 kg und einer schmalen, langen Beinstruktur gehört der Malteser zu den Rassen mit erhöhtem angeborenem Risiko für Patellaluxation. Doch durch Früherkennung und konsequente Pflege im Alltag können Sie die Kniegesundheit Ihres Lieblings langfristig schützen.
01Warum sind Maltese besonders anfällig für Patellaluxation?
Maltese haben selbst unter den kleinen Hunderassen tendenziell besonders feine Beinknochen im Verhältnis zum Körpergewicht und eine flacher ausgebildete Oberschenkelrinne (trochlear groove), die die Kniescheibe umgibt. Dadurch kann die Kniescheibe (Patella) leicht aus ihrer normalen Position nach innen oder außen rutschen, was als Patellaluxation (Patellar Luxation) bezeichnet wird und häufig auftritt.
Maltese sind besonders gefährdet, weil sie aufgrund ihres aktiven Charakters im Haus häufig auf Sofas oder Betten springen und auf rutschigen Böden abrupte Wendungen machen, wodurch die Gelenke wiederholt belastet werden. Darüber hinaus manifestieren sich angeborene Faktoren während der Wachstumsphase (6 Monate bis 1 Jahr), wenn sich das Skelett vollständig entwickelt, weshalb von klein auf sorgfältige Beobachtung und Prävention erforderlich sind.
Obwohl die genetische Veranlagung stark ist, sollten Sie bedenken, dass durch Umgebungsmanagement und Gewichtskontrolle der Ausbruch verzögert oder die Symptome gelindert werden können.
02Frühe Symptome – nicht übersehen
Die Patellaluxation wird in die Grade 1 bis 4 eingeteilt und tritt in der Anfangsphase intermittierend auf, sodass sie von Tierhaltern leicht übersehen werden kann. Überprüfen Sie mit der folgenden Checkliste den Zustand Ihres Lieblings.
- Plötzliches Hochhalten eines Hinterbeins und Hüpfen während des Spaziergangs oder nach dem Spielen
- Strecken des Hinterbeins oder Schütteln, um die Kniescheibe selbst wieder in Position zu bringen
- Plötzliches Zögern oder Vermeiden beim Treppensteigen oder Hochspringen aufs Sofa
- Gleichzeitiger Einsatz beider Hinterbeine mit hüpfender Gangart wie ein „Kaninchenhüpfen"
- Einseitige Verdünnung der Hinterbeinmuskulatur oder nach innen gerichtete Stellung der Beine beim Stehen
Wenn sich solche Anzeichen zwei- bis dreimal oder häufiger pro Monat wiederholen, liegt möglicherweise eine Patellaluxation Grad 1 oder 2 vor, und eine tierärztliche Untersuchung wird empfohlen. Bei frühzeitiger Erkennung kann der Alltag oft auch ohne chirurgischen Eingriff durch Gewichts-, Bewegungs- und Ernährungsmanagement aufrechterhalten werden.
03Gewichtsmanagement ist der erste Schritt zum Schutz der Kniescheibe
Das Idealgewicht eines Maltesers liegt normalerweise zwischen 2,5 und 4 kg, aber bereits 500 g Übergewicht bedeuten für die kleinen Knie eine 3- bis 4-fach erhöhte Belastung. Übergewicht erhöht den Druck, der die Kniescheibe aus ihrer Gleitrinne drückt, und beschleunigt den Verschleiß der umliegenden Bänder und Knorpel.
Reduzieren Sie die Futtermenge um 10–15 % gegenüber der auf der Futterverpackung empfohlenen Menge und begrenzen Sie Leckerlis auf maximal 10 % der täglichen Gesamtkalorien. Da das lange weiße Fell des Maltesers die Körperform optisch verdecken kann, sollten Sie sich angewöhnen, nach dem Baden im nassen Zustand die Rippen und die Taillenlinie mit der Hand zu ertasten. Die Rippen sollten leicht fühlbar sein, aber nicht deutlich sichtbar – das ist die richtige Kondition.
Ein Wechsel zu kalorienarmem, proteinreichem Futter und der Ersatz von Belohnungsleckerlis durch natürliche Alternativen wie gekochte Hühnerbrust oder Karotten kann bei der Gewichtskontrolle hilfreich sein.
04Gestaltung der Lebensumgebung zur Reduzierung der Gelenkbelastung
Malteserhunde haben die Angewohnheit, ihren Besitzern auf Schritt und Tritt zu folgen und häufig auf Sofas und Betten auf- und abzusteigen. Bei diesem Vorgang wirkt beim Landen eine Stoßbelastung ein, die mehr als das Fünffache des Körpergewichts auf die Hinterbeine ausübt. Daher sollten Sie unbedingt Haustiertreppe (pet stairs) oder eine schräge Rampe bereitstellen.
Der Boden im Innenbereich sollte mit rutschfesten Matten oder Teppichen ausgelegt werden, um ein Ausrutschen zu verhindern, und die Laufwege sollten einfach gehalten werden, damit es in engen Räumen nicht zu abrupten Wendungen oder plötzlichem Abbremsen kommt. Besonders wichtig ist es auch, das lange Fell ordentlich zu trimmen, damit die Pfotenballen nicht durch übermäßig gewachsene Haare zum Rutschen führen.
Beim Spaziergang sollte ein Brustgeschirr verwendet werden, um durch ein Halsband verursachte abrupte Körperdrehungen zu vermeiden. Empfohlen wird eine stoßarme Bewegung, bei der etwa 15–20 Minuten langsam auf ebenem Weg gelaufen wird. Übermäßiges Laufen oder Ballspiele sollten vermieden werden, da diese eine plötzliche Belastung der Kniescheibe verursachen können.
05Stärkung der Knieunterstützung durch Muskelaufbau-Übungen
Wenn die Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps) und die Hintergliedmaßenmuskulatur, die die Kniescheibe umgeben, kräftig sind, können Bänder und Muskeln das Knie stabil stützen und die Häufigkeit von Luxationen verringern, selbst wenn die Knochen geschwächt sind.
Einfache Rehabilitationsübungen für zu Hause
- Sit-to-Stand (Sitz-Stand-Übung): Halten Sie ein Leckerli langsam über den Kopf, um die Bewegung des Sitzens und Aufstehens auf natürliche Weise zu wiederholen, 5–10 Wiederholungen pro Tag
- Unterwasser-Laufband (falls verfügbar): Muskelaufbau bei reduzierter Gewichtsbelastung durch den Auftrieb des Wassers, Nutzung eines tierärztlichen Rehabilitationszentrums
- Langsames Steigungsgehen: Langsames Gehen auf sanften Hügeln oder Rampen, doppelte Muskelstimulation im Vergleich zu ebenen Flächen
- Stehen auf Balance-Kissen: Auf einem weichen Kissen mit allen vier Pfoten stehen und das Gleichgewicht halten, 10–20 Sekunden, 3–5 Mal pro Tag
Massieren Sie vor und nach den Übungen sanft die Hinterbeine, um die Durchblutung zu fördern. Wenn Schmerzen oder Hinken beobachtet werden, brechen Sie die Übung sofort ab und konsultieren Sie Ihren Tierarzt.
06Ernährung & Häusliche Pflege-Lösungen
Für die Gelenkgesundheit sind Glucosamin, Chondroitin, MSM und Omega-3 dafür bekannt, dass sie die Knorpelregeneration und die Linderung von Entzündungen unterstützen können. Bei kleinen Hunden wie dem Malteser, die ein geringes Körpergewicht haben, wird die körpereigene Konzentration auch bei geringen Mengen gut aufrechterhalten, daher ist es wichtig, die Fütterungsmenge genau einzuhalten.
ANITOK Joint von ANIBETTER wurde mit patentierten Inhaltsstoffen entwickelt, um die häusliche Pflege von Kniescheibe und Gelenken zu unterstützen, und wird in einer Form angeboten, die auch für Rassen mit kleinem Maul wie dem Malteser problemlos verabreicht werden kann. Bei kontinuierlicher Gabe zusammen mit dem Futter kann es helfen, die Gelenkfunktion im Alltag zu erhalten.
Nahrungsergänzungsmittel sind jedoch nur ein unterstützendes Mittel und keine Behandlung. Bei schweren Luxationen wie in Grad 3–4 oder anhaltenden Schmerzen muss unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden, um über eine mögliche Operation zu sprechen. Vergessen Sie auch nicht, den Fortschritt durch regelmäßige Tastuntersuchungen und Röntgenaufnahmen zu überwachen.
· Ihr Hund belastet das Hinterbein überhaupt nicht mehr und hält es dauerhaft hoch, oder schreit vor Schmerzen
· Beide Hinterbeine zeigen Lahmheit oder Ihr Hund bewegt sich nur noch im „Hoppelgang" (Bunny Hopping) fort
· Die Knieregion ist geschwollen und fühlt sich warm an, oder Ihr Hund zeigt Aggressivität, wenn Sie versuchen, das Bein zu berühren
· Die Symptome bessern sich trotz 1–2 Wochen häuslicher Pflege nicht oder die Häufigkeit nimmt zu
