Malteser begeistern nicht nur mit ihrem schneeweißen, langen Fell, sondern auch mit strahlend weißen Zähnen. Doch aufgrund ihrer kleinen Statur von 2,5–4 kg und der engen Kieferstruktur stehen ihre Zähne dicht gedrängt, sodass sich Futterreste leicht festsetzen und Zahnstein schnell ansammelt. Studien belegen, dass über 80 % aller Malteser ab 3 Jahren parodontale Erkrankungen erleiden – die Zahngesundheit sollte daher für jeden Malteser-Besitzer absolute Priorität in der häuslichen Pflege haben.
01Warum sind Malteser besonders anfällig für Zahnprobleme?
Malteser sind zwar nicht brachyzephal (kurzschnäuzig), aber sie haben im Verhältnis zur Größe ihres Kieferknochens besonders viele Zähne, sodass die Abstände zwischen den Zähnen sehr eng sind. Wenn 42 bleibende Zähne dicht gedrängt im kleinen Maul stehen, lagern sich Futterreste und bakterielle Beläge (Plaque) leichter ab, und es entstehen viele schwer erreichbare Stellen, die mit der Zahnbürste kaum zugänglich sind.
Außerdem weisen Malteser im Vergleich zu brachyzephalen Rassen häufig eine unregelmäßige Zahnstellung auf, und es kommt oft zu verbleibenden Milchzähnen (persistierende Milchzähne) oder zu Doppelzahnreihen, bei denen Milch- und bleibende Zähne nebeneinander stehen. Aufgrund dieser strukturellen Besonderheiten kann sich Zahnstein bei Vernachlässigung unter den Zahnfleischrand schieben und zu Parodontitis und Wurzelabszessen führen; in schweren Fällen können sogar Herz oder Nieren beeinträchtigt werden.
Da es sich um eine weißhaarige Langhaarrasse handelt, verfärben sich die Haare um das Maul herum leicht wie Tränenflecken, wenn Speichel und Futterreste haften bleiben – ein weiterer Grund, warum die Mundhygiene bei dieser Rasse besonders wichtig ist.
02Tägliches Zähneputzen – eine auf Malteser zugeschnittene Routine
Der Schlüssel zur Zahnpflege bei Maltesern lautet: täglich, sanft und konsequent. Gewöhnen Sie sich wenn möglich daran, einmal täglich nach der letzten Mahlzeit am Abend die Zähne zu putzen.
Hilfsmittel und Vorgehensweise
- Zahnbürste für sehr kleine Hunde oder Fingerzahnbürste (mit kleinem Kopf, passend zur Maulgröße des Maltesers)
- Hundezahnpasta (xylitolfrei, Produkte mit Enzymen empfohlen)
- Heben Sie anfangs nur leicht die Lefze an und putzen Sie die Vorderzähne; wenn der Hund sich daran gewöhnt hat, erweitern Sie auf die Backenzähne
- Setzen Sie die Borstenspitze in einem 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand an und putzen Sie sanft in kleinen kreisenden Bewegungen
- Täglich 10–20 Sekunden sind effektiver als einmal pro Woche über einen längeren Zeitraum
Malteser sind sanftmütig, können jedoch empfindlich auf Berührungen am Maul reagieren. Daher ist es wichtig, von klein auf (ab der 8.–12. Lebenswoche) eine Sozialisierung durchzuführen, bei der der Hund an Berührungen von Lefzen und Zahnfleisch gewöhnt wird. Wenn Sie nach dem Zähneputzen loben und eine kleine Belohnung geben, entsteht eine positive Verknüpfung.
03Verwendung von Dentalsnacks und Spielzeug
Als Ergänzung zum Zähneputzen können Dentalkaugummis, Dental-Leckerlis und Kauspielzeug für die Zahnpflege eingesetzt werden. Der Kauvorgang selbst trägt mechanisch zur Entfernung von Zahnstein bei und fördert den Speichelfluss, was die natürliche Selbstreinigung der Maulhöhle unterstützt.
Auswahlhilfe
- Wählen Sie Produkte „für kleine Hunde", die dem Gewicht des Maltesers (2,5–4 kg) entsprechen
- Zu harte Produkte bergen die Gefahr von Zahnbruch → geeignet ist eine Konsistenz, die beim Drücken mit dem Fingernagel leicht nachgibt
- Produkte mit VOHC-Zertifizierung (Veterinary Oral Health Council) sind in ihrer Wirksamkeit geprüft
- Begrenzung auf maximal 10 % der täglichen Kalorienzufuhr (bei kleinen Hunden besteht Übergewichtsrisiko)
Allerdings ist es mit Dentalsnacks allein schwierig, Plaque unterhalb des Zahnfleischrands zu entfernen. Daher sollten sie nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum Zähneputzen verstanden werden – die Kombination beider Maßnahmen ist am idealsten.
04Wie wähle ich Produkte für die häusliche Maulpflege aus?
In letzter Zeit sind auch Maulpflegelösungen, die täglich aufgetragen oder ins Wasser gemischt werden, sehr beliebt. Sie können an Tagen hilfreich sein, an denen das Zähneputzen schwierig ist, oder wenn Sie die Zahnsteinvorbeugung zusätzlich verstärken möchten.
Produkte für die häusliche Maulpflege, die einfach zu Hause verwendet werden können, wie ANITOK Care, sollen laut Berichten durch Enzyme oder natürliche Extrakte dabei helfen können, die Plaquebildung zu hemmen und Mundgeruch zu reduzieren. Achten Sie bei der Produktauswahl unbedingt darauf, dass diese frei von Alkohol und Xylitol sind und Sicherheitstests für Haustiere durchlaufen haben.
Auch nach der Anwendung sind regelmäßige tierärztliche Kontrolluntersuchungen unerlässlich. Die häusliche Pflege dient der Vorbeugung und Erhaltung, während die Entfernung von bereits vorhandenem Zahnstein eine professionelle Zahnreinigung erfordert.
05Verbesserung der Mundgesundheit durch Fütterungsgewohnheiten und Wassermanagement
Malteser haben einen ausgeprägten Appetit und fordern häufig Leckerlis, aber die Gewohnheit, den ganzen Tag über kleine Mengen zu geben, führt dazu, dass Zucker und Stärke ständig im Maul verbleiben und das Bakterienwachstum fördern. Stattdessen ist eine Routine besser, bei der Mahlzeiten und Leckerlis zu festen Zeiten gegeben werden und 30 Minuten später das Maul gereinigt wird.
- Trockenfutter hat einen größeren Zahnabriebeffekt als Nassfutter, aber wenn die Futterkörner zu klein sind, können sie ohne Kauen verschluckt werden – daher die richtige Größe wählen
- Nach dem Fressen ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stellen, damit Futterreste im Maul ausgespült werden
- Menschliche Lebensmittel (insbesondere Süßigkeiten, Brot, Kekse) können an den Zähnen haften bleiben und Karies sowie Zahnfleischentzündungen verursachen → vermeiden
Der Wassernapf sollte mindestens einmal täglich gründlich gereinigt werden, und da nasse Bart- und Mundhaare bei Maltesern Bakterienwachstum und Verfärbungen begünstigen, empfiehlt es sich, diese nach dem Fressen sanft mit einem weichen Handtuch abzutupfen.
06Regelmäßige Untersuchungen und professionelle Zahnsteinentfernung planen
Egal wie gründlich Sie zu Hause pflegen, Zahnstein, der sich tief unter dem Zahnfleischrand abgelagert hat, lässt sich allein durch häusliche Pflege nicht entfernen. Bei Maltesern beginnt sich Zahnstein in der Regel ab einem Alter von 1–2 Jahren bemerkbar zu machen. Lassen Sie daher mindestens einmal jährlich eine Maulhöhlenuntersuchung in der Tierarztpraxis durchführen und planen Sie bei Bedarf eine professionelle Zahnsteinentfernung ein.
Die Zahnsteinentfernung erfordert eine Vollnarkose, was zunächst belastend erscheinen mag. Doch nur durch die Ultraschallreinigung bis unter das Zahnfleisch und anschließendes Polieren der Zahnoberflächen kann eine erneute Ablagerung verzögert werden. Insbesondere wenn persistierende Milchzähne oder eine Doppelzahnreihe festgestellt werden, ist eine frühzeitige Extraktion langfristig vorteilhaft für die Maulgesundheit.
Die „Home Care + Professional Care"-Doppelstrategie – konsequentes Zähneputzen zu Hause kombiniert mit regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen und Zahnsteinentfernungen – ist die sicherste Methode, um die Zähne Ihres Maltesers langfristig gesund zu erhalten.
· Wenn der Mundgeruch plötzlich stärker wird oder faulig riecht
· Wenn das Zahnfleisch rot und geschwollen ist oder blutet und die Zähne locker sind
· Wenn Ihr Haustier beim Kauen aufschreit, nur auf einer Seite kaut oder Futter fallen lässt
