Der Alaskan Malamute beeindruckt mit seinem kräftigen Körperbau und dem dichten Fell, das selbst arktischen Winden standhält. Doch die feuchten Sommer und die Heizungsluft in Korea belasten die Haut dieser Hunde stärker als man denkt. Die Haut unter der Unterwolle ist für Besitzer schwer einsehbar, weshalb Juckreiz oder rötliche Flecken oft erst spät entdeckt werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen Schritt für Schritt die Prinzipien der Haut- und Atopie-Pflege vor, die auf die Besonderheiten des Alaskan Malamute abgestimmt sind.
01Warum sind Alaskan Malamutes anfällig für Hautprobleme?
Der Alaskan Malamute ist ein Arbeitshund, der in den polaren Regionen Sibiriens und Alaskas Schlitten zog und verfügt über ein dichtes Doppelfell aus einer kompakten Unterwolle und langen Grannenhaaren, um der Kälte standzuhalten. Diese Struktur behindert die Belüftung der Haut im heißen und feuchten Klima Koreas, wodurch Schweiß und Talg unter dem Fell eingeschlossen werden und leicht ein Nährboden für Bakterien und Pilze entsteht.
Zudem erhöht das Gewicht von 34–39 kg bei großen Hunden Reibung und Feuchtigkeit in eng anliegenden Bereichen wie Hautfalten, Achselhöhlen und Leistengegend, was das Risiko für atopische Dermatitis oder Hot Spots (akute feuchte Dermatitis) steigert. Genetisch wurde auch eine Veranlagung für Allergien berichtet, wobei viele Fälle auf Umweltallergene (Hausstaubmilben, Pollen) reagieren.
Daher ist es wichtig, nicht nur das Fell zu bürsten, sondern regelmäßig den Hautzustand unter dem Fell zu überprüfen und eine angemessene Luftfeuchtigkeit und Temperatur aufrechtzuerhalten.
02Pflegeroutine für gesunde Haut unter dem dichten Doppelfell
Alaskan Malamutes verlieren das ganze Jahr über Fell, und besonders im Frühling und Herbst durchlaufen sie eine Phase des intensiven Fellwechsels („Blowing Coat"), bei der große Mengen der Unterwolle ausfallen. Wenn ausgefallenes Fell an der Haut haften bleibt, kann dies Wärme und Feuchtigkeit einschließen und Hautreizungen begünstigen.
- Entfernen Sie 3–4 Mal pro Woche mit einem Unterfellrechen abgestorbene Unterwolle und ordnen Sie das Deckhaar anschließend mit einer Zupfbürste.
- Tasten Sie beim Bürsten mit den Fingern die Hautoberfläche ab, um rote Flecken, Schuppen, Krusten oder kahle Stellen frühzeitig zu erkennen.
- Nach dem Bürsten können Sie die Haut mit einem in lauwarmem Wasser angefeuchteten Tuch sanft abwischen, um Allergene und Talg zu entfernen.
Da das dichte Fell den Blick auf die Haut erschwert, sollte das Bürsten nicht nur als Pflegemaßnahme, sondern als Gesundheitscheck zur Früherkennung verstanden werden.
03Badehäufigkeit und Shampoo-Auswahl – So schützen Sie die Hautbarriere
Alaskan Malamutes haben eher wenig Talgdrüsensekretion, weshalb übermäßiges Baden die Hautbarriere tatsächlich schädigen kann. Im Allgemeinen wird alle 4–6 Wochen ein Bad empfohlen, wobei die Häufigkeit je nach Outdoor-Aktivitäten im Sommer oder dem Hautzustand in Absprache mit dem Tierarzt angepasst werden sollte.
Wählen Sie ein mildes, leicht saures Shampoo (pH 5,5–7,0), und bei Hautproblemen kann ein medizinisches Shampoo mit antibakteriellen oder entzündungshemmenden Inhaltsstoffen (wie Chlorhexidin, Hafermehl usw.) in Betracht gezogen werden. Nach dem Baden ist es entscheidend, auch die Unterwolle vollständig zu trocknen. Verbleibt Feuchtigkeit im Fell, steigt das Risiko für Pilzinfektionen (Malassezien), daher sollten Sie mit einem starken Föhn gründlich von den Wurzeln an trocknen.
Falls die Haut direkt nach dem Baden trocken wird oder sich schuppt, kann das dünn aufgetragene Feuchtigkeitsspray oder eine Emulsion, die vom Tierarzt empfohlen wird, hilfreich sein.
04Innenraummanagement – Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sauberkeit sind entscheidend
Der Alaskan Malamute stammt aus polaren Regionen und ist hitzeempfindlich. Bei Überhitzung können Hautjuckreiz und Entzündungen verschlimmert werden. Die Raumtemperatur sollte bei 20–23 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 40–60 % gehalten werden. Im Sommer sollten Klimaanlage und Ventilator für ausreichende Belüftung sorgen.
Zudem sind Hausstaubmilben und Schimmelpilzsporen typische Umweltallergene. Waschen Sie 1–2 Mal pro Woche Bettwäsche und Kissenbezüge bei hohen Temperaturen, betreiben Sie einen Luftreiniger (mit HEPA-Filter) und entfernen Sie täglich Haare und Staub vom Boden mit einem Staubsauger.
Für Kühlmatten oder Teppiche, auf denen der Alaskan Malamute häufig liegt, sollten antibakterielle Materialien gewählt und diese regelmäßig in der Sonne getrocknet werden, um die Vermehrung von Bakterien zu unterdrücken.
05Ernährung und Diät – Stärkung der Hautbarriere von innen
Die Gesundheit der Haut lässt sich nicht allein durch äußere Pflege erreichen. Omega-3-Fettsäuren (EPA·DHA) können helfen, Hautentzündungsreaktionen zu regulieren und die Barrierefunktion zu verbessern. Sie können dem Futter kleine Mengen Lachs- oder Heringsöl bzw. Leinsamenöl beifügen oder ein mit Omega-3 angereichertes Futter wählen.
Auch Mikronährstoffe wie Zink, Vitamin E und Biotin spielen eine wichtige Rolle bei der Hautregeneration und Immunfunktion. Allerdings kann eine übermäßige Zufuhr eher Probleme verursachen, daher ist es sicherer, Multivitaminpräparate speziell für große Hunde erst nach Rücksprache mit dem Tierarzt zu verabreichen.
Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie, ist es notwendig, über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen eine Ausschlussdiät mit einer einzigen Proteinquelle bzw. hypoallergenem Futter durchzuführen und die Veränderungen der Symptome zu dokumentieren, um die auslösenden Futterbestandteile zu identifizieren.
06Checkliste für die tägliche Pflege zu Hause – täglich und wöchentlich umsetzen
Bei Hautatopie ist eine konsequente Pflege der Schlüssel zur Verhinderung von Rückfällen. Machen Sie die untenstehende Checkliste zu Ihrer Routine.
- Täglich: Nach dem Spaziergang Pfoten, Bauch und Achseln mit einem lauwarmen Handtuch abwischen und vollständig trocknen
- Täglich: Kratzen oder Lecken, gerötete Stellen und Schuppenbildung beobachten
- 3–4× pro Woche: Mit einer Unterfellbürste abgestorbenes Fell entfernen + Haut abtasten und überprüfen
- 1× pro Woche: Bettwäsche und Kissenbezüge bei hoher Temperatur waschen, Böden gründlich reinigen
- Alle 4–6 Wochen: Baden mit mildem Shampoo + vollständiges Trocknen bis zur Haarwurzel
ANITOK Hair von ANIBETTER ist eine Lösung, die speziell für Tierhalter entwickelt wurde, die sich um die Haut- und Atopiepflege zu Hause Gedanken machen. Es lässt sich nahtlos in die tägliche Routine integrieren und kann helfen, den Hautzustand zu erhalten. Wenn Sie den Hautzustand vor und nach der Produktanwendung fotografisch dokumentieren, wird dies auch bei Tierarztgesprächen zu nützlichem Material.
· Wenn Ihr Tier die Haut stark kratzt oder leckt und dadurch Haarausfall, Blutungen oder nässende Stellen entstehen
· Wenn das Ohrinnere gerötet ist, unangenehm riecht oder Ihr Tier häufig den Kopf schüttelt
· Wenn sich rote Flecken, Krusten oder Pusteln auf der Haut großflächig ausbreiten oder verschlimmern
· Wenn allgemeine Symptome wie Appetitlosigkeit, Lethargie oder Fieber auftreten
