Der Basset Hound mit seinem ruhigen Blick und den charmant herabhängenden langen Ohren besitzt eine einzigartige Körperstruktur: Eine lange Wirbelsäule und vier kurze Beine tragen seinen gesamten Körper. Aufgrund dieser anatomischen Besonderheit werden Rücken, Hüftgelenke und Knie ein Leben lang belastet, und ab dem mittleren Alter kann die Gelenkdegeneration rasch fortschreiten. Damit der Basset Hound, der trotz seines gemütlichen Auftretens ursprünglich ein Jagdhund ist, bis ins hohe Alter bequem laufen und rennen kann, haben wir Gelenkpflege-Grundsätze zusammengestellt, die Sie ab heute umsetzen können.
01Warum ist die Gelenkpflege bei Basset Hounds besonders wichtig?
Basset Hounds sind eine Rasse mit Chondrodystrophie, bei der die vier Beine im Verhältnis zum langen Rücken (long back) sehr kurz sind. Diese Struktur übt einen kontinuierlichen Druck auf die Bandscheiben der Wirbelsäule, die Hüftgelenke und die Kniescheiben aus, und da das Körpergewicht 20–29 kg erreicht, ist die Belastung, die die verhältnismäßig kleinen Beine tragen müssen, noch größer.
Insbesondere ist bei Basset Hounds bekannt, dass die Inzidenz von Hüftgelenksdysplasie (hip dysplasia), Patellaluxation und Bandscheibenerkrankung (IVDD) höher ist als bei anderen Rassen. Im mittleren Alter (5–7 Jahre) beschleunigt sich der Knorpelverschleiß, daher ist eine präventive Pflege von klein auf unerlässlich.
Darüber hinaus neigen Basset Hounds zu Übergewicht, da sie einen ausgeprägten Appetit haben und nicht sehr aktiv sind. Bereits 1 kg Gewichtszunahme kann eine mehrfache Belastung für die Gelenke bedeuten.
02Gewichtsmanagement – der Ausgangspunkt für die Gelenkpflege
Der erste Schlüssel zur Gelenkgesundheit des Basset Hounds ist die Aufrechterhaltung eines optimalen Gewichts. Das Gewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass es das Rassestandard-Gewicht (20–29 kg) nicht überschreitet, und die Körperform sollte so sein, dass die Rippen leicht ertastet werden können.
Leckerlis sollten auf maximal 10 % der täglichen Gesamtkalorien begrenzt werden, und bei der Futterwahl sollte eine fettarme, proteinreiche Formel bevorzugt werden. Obwohl Basset Hounds mit ihrem flehenden Blick schwer zu widerstehen sind, kann Überfütterung nicht nur die Gelenke, sondern auch Herz und Atemwege belasten.
Falls eine Gewichtsreduktion erforderlich ist, ist es sicherer, das Gewicht langsam über einen Zeitraum von 3–6 Monaten zu reduzieren, nach Rücksprache mit einem Tierarzt, anstatt eine radikale Diät durchzuführen. Eine Ernährungsgestaltung, die die Gelenke nicht überlastet und gleichzeitig die Muskelmasse erhält, ist entscheidend.
03Bewegungsroutine – kurz, aber regelmäßig
Basset Hounds sind ursprünglich Jagdhunde, sollten aber aufgrund ihrer langen Wirbelsäule intensive Sprünge oder das Auf- und Absteigen von Treppen vermeiden. Stattdessen sind regelmäßige Spaziergänge auf ebenem Gelände am idealsten.
- 2 Mal täglich, jeweils 15–20 Minuten in gemächlichem Tempo spazieren gehen
- Treppensteigen, das Überwinden hoher Absätze sowie Sprünge auf Sofa oder Bett minimieren
- Aktivitäten eher auf Teppichen oder Matten als auf glatten Böden
- Schwimmen wird empfohlen, da es durch den Auftrieb die Gelenkbelastung reduziert und gleichzeitig die Muskulatur stärkt
Überprüfen Sie nach dem Spaziergang die Pfotenballen und den Zustand der Krallen und kontrollieren Sie auch, ob die Innenseiten der langen Ohren nicht feucht geworden sind. Übermäßige Bewegung kann zu Gelenkentzündungen führen, daher sollten Sie Ihrem Hund sofort eine Pause gönnen, wenn er Anzeichen von Anstrengung zeigt.
04Verbesserung der Lebensumgebung – Rücksichtnahme in jedem Winkel des Hauses
Allein durch die gelenkfreundliche Gestaltung der häuslichen Umgebung, in der Ihr Basset Hound den Großteil seines Tages verbringt, kann eine große Hilfe geleistet werden.
- Rutschfeste Matten oder Teppiche in Wohnzimmer und Flur auslegen, um die Stabilität beim Gehen zu gewährleisten
- Falls die Gewohnheit besteht, auf Bett oder Sofa zu klettern, Haustiertreppe (pet stairs) oder Rampe installieren
- Futter- und Wassernäpfe leicht erhöht positionieren, damit Nacken und Wirbelsäule nicht belastet werden
- Im Winter kann ein kalter Boden die Gelenke versteifen lassen, daher warme Kissen bereitstellen
Besonders bei älteren Hunden kann die Verwendung eines Aufstehhilfe-Geschirrs es dem Halter ermöglichen, Lendenbereich und Hüfte beim Spaziergang oder beim Kotabsatz sicher zu unterstützen.
05Nahrungsergänzung – Gelenkgesundheit von innen
Bei Rassen wie dem Basset Hound, die aufgrund ihrer Struktur eine hohe Belastung der Gelenke aufweisen, kann es hilfreich sein, vorbeugend gelenkunterstützende Nährstoffe kontinuierlich zu ergänzen. Glucosamin, Chondroitin, MSM und Omega-3-Fettsäuren sind allgemein bekannte Inhaltsstoffe, die den Knorpelaufbau und das Entzündungsmanagement unterstützen können.
Gelenk- und Muskelkraft-Produkte für die häusliche Pflege wie ANITOK Joint sind so konzipiert, dass sie auch im hektischen Alltag einfach verabreicht werden können und sollten nach Rücksprache mit dem Tierarzt entsprechend dem Alter, Gewicht und Zustand Ihres Hundes angewendet werden.
Nahrungsergänzungsmittel sind jedoch kein Ersatz für eine Behandlung, sondern lediglich ein unterstützendes Hilfsmittel. Wenn bereits Schmerzen oder Lahmheit beobachtet werden, muss unbedingt eine genaue Diagnose in einer Tierklinik erfolgen. Früherkennung und angemessene Behandlung beeinflussen die Prognose erheblich.
06Checkliste für Anzeichen des Alters
Basset Hounds treten etwa ab dem 7. Lebensjahr in die Seniorenphase ein, und Anzeichen von Gelenkdegeneration werden deutlicher. Folgende Signale sollten Halter im Alltag aufmerksam beobachten:
- Zögern oder Stöhnen beim Aufstehen aus dem Sitzen
- Häufiges Stehenbleiben während des Spaziergangs oder kürzere Strecken als früher
- Vermeidung von Treppen oder Ein- und Aussteigen aus dem Auto
- Hochhalten eines bestimmten Beins oder sichtbares Hinken (Lahmheit)
- Häufiges Lecken der Gelenkbereiche oder empfindliche Reaktion bei Berührung
Wenn auch nur eines dieser Signale auftritt, wird eine frühzeitige Untersuchung empfohlen. Durch Röntgenaufnahmen oder Gelenkflüssigkeitsuntersuchungen kann der genaue Zustand festgestellt werden, und bei Bedarf können Schmerzmittel, entzündungshemmende Mittel oder Physiotherapie begleitend eingesetzt werden.
· Wenn Ihr Hund plötzlich humpelt oder kein Gewicht auf das Bein setzen kann
· Wenn die Gelenke geschwollen sind oder Ihr Hund bei Berührung Schmerzreaktionen zeigt
· Wenn Ihr Hund Treppen oder Spaziergänge komplett verweigert oder sich deutlich weniger bewegt
· Wenn Ihr Hund beim Beugen oder Strecken des Rückens aufschreit (Verdacht auf Bandscheibenvorfall)
