Als Yorkshire-Terrier-Halter haben Sie es bestimmt schon einmal bemerkt: Den gelblichen Zahnstein, der beim Gähnen sichtbar wird, Mundgeruch und die zunehmende Abneigung gegen das Zähneputzen. Mit einem Körpergewicht von nur 2–3 kg haben Yorkies einen sehr kleinen Kieferknochen, wodurch die Zähne eng zusammenstehen – unter den Kleinhunden gehören sie zu den Rassen mit besonders hoher Parodontalerkrankungsrate. Doch mit konsequenten, täglichen Pflegeroutinen zu Hause können Sie kräftige Zähne und gesundes Zahnfleisch bis ins hohe Alter bewahren.
01Warum haben Yorkshire Terrier so viele Zahnprobleme?
Yorkshire Terrier haben ein durchschnittliches Gewicht von 2 bis 3,2 kg und gehören damit zu den kleinsten unter den kleinen Hunderassen. Im Verhältnis zu ihrem kleinen Kieferknochen besitzen sie jedoch mit 42 Zähnen im ausgewachsenen Zustand genauso viele wie große Hunderassen, weshalb sich die Zähne häufig überlappen oder schief wachsen. Diese dicht gedrängte Zahnstellung schafft eine Umgebung, in der sich Futterreste und Plaque leicht ansammeln können, sodass Zahnstein und Zahnfleischentzündungen schnell fortschreiten können.
Darüber hinaus ist der Yorkshire Terrier eine Rasse mit erhöhter Häufigkeit von „persistierenden Milchzähnen", bei denen die Milchzähne spät ausfallen oder zusammen mit den bleibenden Zähnen bestehen bleiben. Wenn die Milchzähne nicht rechtzeitig ausfallen, verengen sich die Zahnzwischenräume noch weiter, wodurch die Vermehrung von Bakterien beschleunigt wird und es zu Mundgeruch und Zahnfleischbluten kommen kann.
Trotz ihres eleganten Erscheinungsbilds dank des seidigen, langen Einzelfells erfordert die Maulhygiene dieser Rasse besonders sorgfältige Aufmerksamkeit. Früherkennung und Prävention sind hier entscheidend.
02Tägliches Zähneputzen ist die Lösung – Zahnputzroutine für Yorkshire Terrier
Die zuverlässigste Methode, um die Zahngesundheit Ihres Yorkshire Terriers zu erhalten, ist das tägliche Zähneputzen. Idealerweise wird einmal täglich, mindestens jedoch 3-mal pro Woche, das Zähneputzen empfohlen. Anfangs kann Ihr Hund Abwehr zeigen – beginnen Sie daher damit, die Lippe sanft anzuheben und die Zahnbürstenborsten an die Zähne zu halten, damit er sich nach und nach daran gewöhnen kann.
Verwenden Sie eine Zahnbürste für sehr kleine Hunde oder eine Fingerzahnbürste und tragen Sie eine kleine Menge Tierzahnpasta auf. Putzen Sie sanft entlang der Grenze zwischen Zähnen und Zahnfleisch in einem 45-Grad-Winkel. Besonders die Innenseiten der Backenzähne und die Bereiche um die Eckzähne sind Stellen, an denen sich leicht Plaque ansammelt – reinigen Sie diese daher besonders gründlich.
Nach dem Zähneputzen ist es wichtig, Ihren Hund zu loben und mit einer kleinen Belohnung zu versorgen, damit er die Erfahrung positiv in Erinnerung behält. Sobald sich die Routine etabliert hat, wird Ihr Yorkshire Terrier die Zahnputzzeit ganz natürlich akzeptieren.
03Dentalsnacks, Spielzeuge und Heimprodukte zur Pflege nutzen
Wenn tägliches Zähneputzen schwierig ist, können Sie zusätzliche Hilfsmittel in Betracht ziehen. Dental-Kausnacks oder Snacks zur Zahnsteinentfernung können helfen, Plaque von der Zahnoberfläche durch den Kauvorgang mechanisch zu entfernen. Allerdings haben Yorkshire Terrier eine schwächere Kieferkraft und eher empfindliche Zähne, weshalb zu harte Snacks ein Risiko für Zahnfrakturen darstellen können – Vorsicht ist geboten.
Dental-Taue oder Gummispielzeuge sind ebenfalls eine gute Wahl. Während des Spielens entsteht auf natürliche Weise Reibung an den Zähnen, was die Plaquebildung reduziert. In letzter Zeit werden auch Mundpflegeprodukte für die Heimanwendung wie ANITOK Care immer beliebter. Als Spray oder Gel können sie die Mundhygiene auch an Tagen aufrechterhalten, an denen das Zähneputzen schwierig ist – eine nützliche Option für beschäftigte Tierhalter.
Beachten Sie jedoch, dass kein Produkt das Zähneputzen vollständig ersetzen kann, weshalb eine Kombination als unterstützende Maßnahme empfohlen wird.
04Frühzeitige Kontrolle auf persistierende Milchzähne und Zahnfehlstellungen
Yorkshire Terrier durchlaufen zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat die Phase, in der die Milchzähne ausfallen und die bleibenden Zähne durchbrechen. In diesem Zeitraum kommt es häufig vor, dass Milchzähne nicht rechtzeitig ausfallen und zusammen mit den bleibenden Zähnen im Maul verbleiben, weshalb Besitzer regelmäßig die Maulhöhle kontrollieren sollten.
Persistierende Milchzähne sind nicht nur ein Problem, weil es so aussieht, als hätte der Hund zu viele Zähne – sie führen zu einer Verschiebung der Zahnstellung und schaffen Zwischenräume, in denen sich leicht Plaque festsetzt, was Parodontalerkrankungen beschleunigt. Wenn nach dem 7. Lebensmonat noch Milchzähne vorhanden sind, empfiehlt es sich, in einer Tierarztpraxis eine Beratung zur Zahnextraktion einzuholen.
Darüber hinaus können bei Yorkshire Terriern Zahnfehlstellungen wie ein Unterbiss (Vorbiss) oder Überbiss (Oberkiefervorstand) auftreten. Zahnfehlstellungen führen zu ungleichmäßiger Zahnabnutzung und können auch die Futteraufnahme sowie die Kaufunktion beeinträchtigen, weshalb eine frühzeitige Erkennung wichtig ist.
05Mundgeruch und Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter nehmen
Wenn der Mundgeruch stärker wird oder beim Gähnen ein Blutgeruch wahrnehmbar ist, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits eine Gingivitis oder Parodontitis vor. Aufgrund ihrer kleinen Statur besteht bei Yorkshire Terriern ein erhöhtes Risiko, dass bei fortschreitender Parodontalerkrankung sogar der Kieferknochen geschädigt wird. Studien zeigen zudem, dass Bakterien über die Blutbahn in Herz, Leber oder Nieren gelangen und diese beeinträchtigen können.
Wenn das Zahnfleisch gerötet und geschwollen ist, Zähne wackeln oder Ihr Hund beim Fressen den Kopf schmerzbedingt schief hält, sollten Sie umgehend eine Tierklinik aufsuchen. Die Zahnsteinentfernung ist keine Behandlung, sondern Teil der präventiven Pflege und sollte daher in den vom Tierarzt empfohlenen Abständen (üblicherweise alle 1–2 Jahre) regelmäßig durchgeführt werden.
Die Mundgesundheit ist nicht bloß ein „Problem im Maul", sondern steht in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit des gesamten Organismus. Denken Sie daran, dass Früherkennung und konsequente häusliche Pflege der Schlüssel zur Vorbeugung sind.
06Auch Ernährungsgewohnheiten und Flüssigkeitszufuhr sind wichtig
Yorkshire Terrier haben in der Regel einen guten Appetit, aber aufgrund ihres kleinen Kiefers und ihrer Zahnstruktur können sie Futterkörner, die zu groß oder zu hart sind, nicht richtig kauen und verschlucken diese möglicherweise im Ganzen. Wählen Sie ein spezielles Futter für Toy-Rassen und ziehen Sie nach Möglichkeit Dentalfutter mit Zahnsteinvorbeugungsfunktion in Betracht.
Häufiges Trinken von Wasser trägt ebenfalls zur Mundgesundheit bei. Die Flüssigkeitszufuhr ist eine natürliche Methode, um das Maul zu spülen und die Vermehrung von Bakterien zu hemmen. Stellen Sie immer frisches Wasser bereit und reinigen Sie den Wassernapf täglich.
Wählen Sie bei Leckerlis möglichst Produkte mit niedrigem Zuckergehalt, die nicht lange an den Zähnen haften bleiben. Wenn Sie Ihrem Hund angewöhnen, nach den Mahlzeiten Wasser zu trinken oder das Maul leicht auszuspülen, kann dies helfen, die Plaquebildung zu reduzieren.
· Wenn das Zahnfleisch blutet oder stark geschwollen und gerötet ist
· Wenn Mundgeruch plötzlich stark zunimmt oder ein fauliger Geruch auftritt
· Wenn Zähne locker sind oder Ihr Tier Schwierigkeiten beim Kauen hat und nur auf einer Seite kaut
· Wenn nach dem 7. Lebensmonat noch Milchzähne vorhanden sind oder die Zahnstellung anormal ist
