Der Welsh Corgi wird für seinen molligen Po und seine kurzen Beine geliebt – und seine Leidenschaft fürs Fressen ist nicht weniger beeindruckend. Doch die vergleichsweise kurze Schnauze und die dicht stehende Zahnstruktur begünstigen, dass sich Futterreste leicht festsetzen und Zahnstein schnell aufbaut. Mit konsequenter Mundhygiene von klein auf können Sie die gesunden Zähne Ihres Corgis langfristig erhalten.
01Strukturelle Merkmale der Maulhöhle bei Welsh Corgis
Welsh Corgis verfügen ihrer Herkunft als Hütehunde entsprechend über einen kräftigen Kiefer und eine starke Bisskraft, aber aufgrund ihrer kurzen Schnauze (brachyzephale Struktur) sind die Zahnabstände eng und Futterreste bleiben leicht hängen. Insbesondere zwischen den Backenzähnen und Eckzähnen sowie in der Nähe des Zahnfleischsaums neigt sich Zahnbelag schnell anzusammeln.
Außerdem sind Corgis eine Rasse mit starkem Appetit und hohem Risiko für Übergewicht, weshalb bei der Maulpflege mit Leckerlis auch auf die Kalorienaufnahme geachtet werden muss. Wenn Gewichtszunahme mit Zahnfleischentzündungen einhergeht, kann dies auch die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen, weshalb besondere Vorsicht geboten ist.
Allgemein ist bekannt, dass bei kleinen bis mittelgroßen Hunden die Häufigkeit von Parodontalerkrankungen ab dem 3. Lebensjahr zunimmt, und Corgis bilden hier keine Ausnahme. Frühe Gewöhnung an häusliche Pflege bildet die Grundlage für lebenslange Maulgesundheit.
02Zähneputzen – wie fängt man an?
Welsh Corgis sind intelligent und genießen die Interaktion mit ihren Besitzern. Wenn das Zähneputzen als positive Erfahrung vermittelt wird, zeigen sie daher in der Regel eine hohe Bereitschaft zur Mitarbeit. Beginnen Sie zunächst damit, ein Stück Gaze um Ihren Finger zu wickeln und die Schneidezähne und Eckzähne sanft zu massieren.
Sobald Ihr Hund sich daran gewöhnt hat, verwenden Sie eine Hundezahnbürste und Hundezahnpasta (niemals Zahnpasta für Menschen) und putzen Sie in kreisenden Bewegungen entlang des Zahnfleischrands in einem 45-Grad-Winkel. Da Corgis eine kurze Schnauze haben, sind Zahnbürsten mit kleinem Bürstenkopf von Vorteil. Achten Sie darauf, auch die hinteren Backenzähne gründlich zu putzen.
- Ziel: 1-mal täglich, mindestens 3-mal pro Woche Zähneputzen
- Innerhalb von 30 Minuten nach den Mahlzeiten oder nach dem Abendspaziergang – ideal für die Routine-Bildung
- Positive Verstärkung durch Lob und kleine Belohnungen (kalorienarme Leckerlis)
- Anfangs 10 Sekunden, dann schrittweise auf 1–2 Minuten steigern
03Einsatz von Dental-Snacks und Spielzeug
An Tagen, an denen das Zähneputzen schwierig ist, können Dental-Kaugummis, Zahnreinigungsspielzeug, Mundsprays usw. als Hilfsmittel eingesetzt werden. Allerdings haben Corgis einen starken Appetit und neigen dazu, Snacks schnell herunterzuschlucken, daher sollten Sie Produkte wählen, die ausreichend groß sind und lange zum Kauen brauchen.
Zahnspielzeug aus natürlichen Materialien (Gummi oder Nylon) kann beim Kauen helfen, Zahnstein mechanisch zu entfernen. Allerdings ist bei zu harten Materialien (Knochen, Geweih usw.) Vorsicht geboten, da Risiko für Zahnfrakturen besteht.
In letzter Zeit nutzen immer mehr Tierhalter Homecare-Lösungen wie ANITOK Care, um die Mundhygiene zu Hause systematisch zu pflegen. Die Kombination aus professioneller Pflege und täglicher Routine ist besonders effektiv.
04Ernährungsmanagement und Flüssigkeitszufuhr
Die Mundgesundheit des Welsh Corgi steht in engem Zusammenhang mit der Ernährung. Bei ausschließlicher Fütterung von Nassfutter kann sich Zahnstein schneller bilden, während Trockenfutter durch den Kauvorgang einen reinigenden Effekt auf die Zahnoberfläche hat. Beide Futterarten sollten angemessen kombiniert werden, wobei die Futtermenge zur Gewichtskontrolle des Corgis genau eingehalten werden muss.
Zudem hemmt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die Vermehrung von Bakterien in der Maulhöhle und fördert die Speichelproduktion, was die natürliche Reinigungswirkung unterstützt. Stellen Sie stets frisches Wasser bereit und ermutigen Sie Ihren Hund besonders im Sommer oder nach Spaziergängen, ausreichend zu trinken.
Leckerlis sollten auf maximal 10 % der täglichen Gesamtkalorien beschränkt werden, und zuckerhaltige Lebensmittel für Menschen (insbesondere Süßigkeiten und Backwaren) sind strikt zu vermeiden, da sie nicht nur die Zahngesundheit gefährden, sondern auch das Risiko für Übergewicht und Diabetes erhöhen.
05Regelmäßige Kontrollen und Zahnsteinentfernung
Selbst bei gewissenhafter Zahnpflege zu Hause sind regelmäßige Untersuchungen durch einen Tierarzt unerlässlich. Im Allgemeinen wird empfohlen, einmal jährlich eine Maulhöhlenuntersuchung in der Tierarztpraxis durchführen zu lassen – bei Tieren, die zu starker Zahnsteinbildung neigen, alle 6 Monate.
Der Tierarzt bewertet umfassend den Zustand des Zahnfleisches, den Grad der Zahnsteinbildung, die Zahnbeweglichkeit und weitere Faktoren. Bei Bedarf kann er eine professionelle Zahnreinigung unter Vollnarkose vorschlagen. Corgis haben aufgrund ihrer Körperbeschaffenheit ein vergleichsweise geringes Narkoserisiko, dennoch sollte der Eingriff durch vorherige Blutuntersuchungen und Herzkontrollen sicher durchgeführt werden.
Auch nach der Zahnsteinentfernung kann sich bei nachlässiger häuslicher Pflege schnell wieder Zahnstein bilden. Daher ist es wichtig, die Zahnputz-Routine unmittelbar nach Ablauf der postoperativen Erholungsphase wieder aufzunehmen.
06Wichtige Aspekte der Maulhygiene nach Altersgruppen
Welpenzeit (2–12 Monate)
Da in dieser Zeit die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt werden, ist dies der optimale Zeitpunkt, um eine Zahnputzroutine zu etablieren. Gewöhnen Sie Ihren Welpen mit weicher Gaze oder einer Silikon-Fingerzahnbürste an Berührungen im Maul. Beobachten Sie aufmerksam, ob die Milchzähne rechtzeitig ausfallen, da zurückbleibende Milchzähne die Stellung der bleibenden Zähne beeinträchtigen können.
Erwachsenenalter (1–7 Jahre)
Dies ist die aktivste Phase mit dem größten Appetit. Putzen Sie die Zähne mindestens einmal täglich und lassen Sie die Geschwindigkeit der Zahnsteinbildung durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen überwachen. Da Übergewicht auch Zahnfleischentzündungen verschlimmern kann, sollten Gewichts- und Maulhygiene parallel gemanagt werden.
Seniorenalter (ab 8 Jahren)
Mit zunehmendem Alter können Parodontalerkrankungen, lockere Zähne und Mundgeruch stärker werden. Die Häufigkeit von Zahnreinigungen sollte erhöht und aufgrund der Narkosebelastung besonders gründliche Gesundheitschecks durchgeführt werden. Zahnreinigungen ohne Narkose reinigen nur die Oberfläche und können Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrandes nicht entfernen, weshalb ihre Wirksamkeit begrenzt ist – besprechen Sie dies ausführlich mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
· Wenn das Zahnfleisch gerötet, geschwollen ist oder blutet
· Wenn Mundgeruch plötzlich schlimmer wird oder faulig riecht
· Wenn Ihr Tier beim Kauen von Futter häufig innehält oder nur auf einer Seite kaut
· Wenn Zähne locker sind oder Anzeichen von Brüchen erkennbar sind
· Wenn übermäßiger Speichelfluss auftritt oder Ihr Tier sich häufig am Maul kratzt
