Der Shih Tzu, als königlicher Begleithund geliebt, erobert mit seinem bezaubernden Wesen ebenso wie mit seinem langen Fell die Herzen der Familie. Doch die kurzen Beine, die verhältnismäßig lange Wirbelsäule und das im Verhältnis zur kleinen Statur recht hohe Gewicht können die Gelenke dauerhaft belasten, und im höheren Alter treten häufig Knie- und Rückenprobleme auf. Mit frühzeitigem Gewichts- und Muskelmanagement sowie Anpassungen der Lebensumgebung kann Ihr Shih Tzu deutlich länger bequem laufen und spielen.
01Warum Shih Tzus anfällig für Gelenkprobleme sind
Der Shih Tzu gehört zu den brachyzephalen Rassen (kurze Schnauze), besitzt aber gleichzeitig kurze Gliedmaßen und eine lange Wirbelsäule – eine einzigartige Körperstruktur. Wenn sich ein Körpergewicht von 4–7 kg auf vier kurze Beine konzentriert, kann dies zu chronischem Druck auf die Kniescheibe (Patella), die Hüftgelenke und die Bandscheiben der Wirbelsäule führen.
Insbesondere die Patellaluxation wird unter den kleinen Hunderassen sehr häufig bei Shih Tzus berichtet und kann sich typischerweise durch das Hochhalten eines Hinterbeins beim Gehen oder plötzliches Hüpfen zeigen. Im fortgeschrittenen Alter kann zudem eine Bandscheibenerkrankung (IVDD) auftreten, die mit Rückenschmerzen oder Gangstörungen einhergehen kann. Daher ist bekannt, dass eine vorbeugende Gelenk- und Wirbelsäulenpflege die Lebensqualität ein Leben lang entscheidend beeinflusst.
Aufgrund des langen Fells können Anzeichen von Gelenkproblemen mit bloßem Auge schwer zu erkennen sein, weshalb Halter Veränderungen in Gangbild, Haltung und Aktivitätsniveau aufmerksam beobachten sollten.
02Gewichtsmanagement als wirksamste Präventionsmaßnahme
Das Standardgewicht eines Shih Tzu liegt bei 4–7 kg, aber durch das Leben in Innenräumen und die Gabe von Leckerlis kann schnell Übergewicht entstehen. Schon 1 kg mehr kann die Belastung der kurzen Beine um 20–30 % oder mehr erhöhen, was sich direkt auf die Kniescheibe und die Wirbelsäule auswirkt.
Wiegen Sie Ihren Hund täglich zur gleichen Zeit und überprüfen Sie, ob von oben betrachtet die Taille leicht eingezogen ist und ob Sie beim Abtasten der Flanken die Rippenkontur spüren können. Wenn die Rippen überhaupt nicht zu ertasten sind, sollte eine Gewichtsreduktion in Betracht gezogen werden.
- Tägliche Futtermenge genau nach Gewicht und Aktivitätsniveau abmessen
- Leckerlis auf maximal 10 % der täglichen Gesamtkalorien beschränken
- Futter mit niedrigem Fettgehalt und hohem Proteinanteil für Senioren oder spezielle Produkte für Gewichtsmanagement wählen
- Wöchentliche Gewichtsdokumentation und grafische Verlaufskontrolle
03Gestaltung einer Lebensumgebung zur Reduzierung der Gelenkbelastung
Shih Tzus sind neugierig und folgen gerne ihren Besitzern, aber Springen oder Treppensteigen belastet die Gelenke stark. Wenn Sofa oder Bett höher als 30 cm sind, sollten unbedingt stufenförmige Treppen angebracht werden, und auf rutschigen Böden sollten Teppiche oder Yogamatten ausgelegt werden, um Rutschunfälle zu vermeiden.
Zudem wächst bei Shih Tzus aufgrund ihres langen Fells das Fell an den Pfotenballen schnell nach, was zum Rutschen führen kann. Alle 2 Wochen sollte das Fell an den Pfotenballen gekürzt werden, und die Krallen sollten so kurz gehalten werden, dass sie den Boden nicht berühren, damit die Laufhaltung nicht beeinträchtigt wird.
Bei der Bettwäsche sollten Memory-Foam- oder orthopädische Kissen verwendet werden, um den Druck auf die Gelenke zu verteilen. Im Winter kann eine Heizmatte helfen, die Muskulatur rund um die Gelenke warm zu halten, was zur Schmerzlinderung beitragen kann.
04Niedrigintensive und regelmäßige Bewegung zur Erhaltung der Muskelkraft
Wenn Sie aufgrund schwacher Gelenke Bewegung vermeiden, verkümmert die Muskulatur schneller und die Kraft, die die Gelenke stützt, wird geschwächt. Für Shih Tzus sind 20–30 Minuten Spaziergang auf ebenem Gelände pro Tag am idealsten, wobei Hügel und Treppen möglichst vermieden werden sollten.
Im Sommer kann es aufgrund der brachyzephalen Eigenschaften leicht zu Atemnot kommen, daher wählen Sie frühe Morgen- oder Abendstunden und schattige Wege aus, bieten Sie alle 5 Minuten Wasser an und lassen Sie Ihr Tier Pausen einlegen. Im Winter sollten Sie zum Erhalt der Körpertemperatur einen Mantel anziehen, jedoch ein dehnbares Material wählen, das den Bewegungsradius der Gelenke nicht einschränkt.
- 5 Minuten Stretching vor und nach dem Spaziergang: Vorder- und Hinterbeine sanft wiederholt strecken und beugen
- Unterwasser-Laufband (Tierklinik-Rehabilitationszentrum): Stärkung der Muskelkraft ohne Gewichtsbelastung
- Zu Hause durchführbare „Sitz-Steh-Übung" 10 Wiederholungen × 2 Sätze (mit Leckerli-Belohnung)
Bei älteren Hunden oder bei Schmerzen kann die Kombination mit Gelenk- und Muskelkraft-Homepflege-Lösungen wie ANITOK Joint anstelle von übermäßiger Bewegung dazu beitragen, das Gewebe um die Gelenke auch durch alltägliche Aktivitäten geschmeidig zu halten.
05Ernährung & Nahrungsergänzung für ältere Shih Tzus
Bei Shih Tzus ab 7 Jahren verlangsamt sich der Stoffwechsel und die Knorpelregenerationsfähigkeit nimmt ab. Daher kann eine Ernährung in Betracht gezogen werden, die reich an Omega-3-Fettsäuren (EPA·DHA) sowie Glucosamin und Chondroitin ist.
Fischöl, Hering, Lachs und ähnliche Nahrungsmittel haben entzündungshemmende Eigenschaften und können helfen, Gelenkentzündungen zu lindern. Eine natrium- und phosphorarme Ernährung kann die Belastung der Nieren reduzieren und ist vorteilhaft für die allgemeine Gesunderhaltung älterer Hunde. Bevor Sie jedoch Nahrungsergänzungsmittel oder funktionale Leckerlis füttern, konsultieren Sie unbedingt Ihren Tierarzt, um den individuellen Gesundheitszustand zu überprüfen.
Auch die Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Für die Gelenkschmiere und Knorpelgesundheit ist ausreichend Flüssigkeit unerlässlich. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihr Hund täglich 50–60 ml Wasser pro kg Körpergewicht trinken kann, indem Sie mehrere Wassernäpfe aufstellen oder den Anteil an Nassfutter erhöhen.
06Beobachtungspunkte zur Früherkennung von Schmerzsignalen
Shih Tzus neigen dazu, Schmerzen gut zu ertragen, und aufgrund ihres langen Fells kann es zu einer verzögerten Entdeckung kommen, selbst wenn sie hinken oder Schwellungen aufweisen. Wenn Sie folgende Signale bemerken, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf.
- Verweigert Spaziergänge oder setzt sich nach wenigen Minuten Gehen hin
- Versucht, Treppen oder auf das Sofa zu steigen, und gibt dann auf
- Hebt die Hinterbeine und hüpft oder hinkt
- Winselt oder versucht zu beißen, wenn es berührt wird
- Zeigt weniger Aktivität als gewöhnlich und kauert in einer Ecke
Bei Früherkennung können medikamentöse Behandlung, Physiotherapie und Gewichtsmanagement allein die Verschlimmerung der Symptome verhindern und die Lebensqualität erheblich verbessern. Durch regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen (1–2 Mal jährlich) mit Röntgenaufnahmen oder Gelenkpalpationsuntersuchungen können auch nicht sichtbare Gelenkanomalien frühzeitig erkannt werden.
· Plötzliches Hochziehen oder Humpeln eines Beins, kann kein Gewicht darauf belasten
· Schreit oder wird aggressiv, wenn Rücken oder Beine berührt werden
· Lähmungserscheinungen der Hinterbeine oder Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Harn- oder Kotabsatz
· Schwellung oder Überwärmung im Gelenkbereich, und die Symptome halten länger als 48 Stunden an
