Die großen und eleganten Schmetterlingsohren (Papillon) sind das Markenzeichen dieser Rasse und gleichzeitig ihr reizvollstes Merkmal – sie sind sogar der Ursprung des Rassenamens. Allerdings können das üppige Zierhaar entlang der Ohrränder und die große Ohrfläche die Luftzirkulation behindern und Feuchtigkeit einschließen, was das Risiko für Otitis externa erhöhen kann. Wenn Ihr kleiner, aktiver Papillon häufig an den Ohren kratzt oder den Kopf schüttelt, sollten Sie mit den folgenden Heimpflege-Maßnahmen frühzeitig reagieren.
01Papillon-Ohren – warum ist die Pflege besonders wichtig?
Papillon bedeutet auf Französisch „Schmetterling" und verdankt seinen Namen den großen, aufrechtstehenden Ohren mit fließendem Schmuckhaar, die wie Schmetterlingsflügel aussehen. Diese eleganten Ohren sind optisch zwar sehr ansprechend, aber die Luftzirkulation im Inneren der Ohren ist nicht optimal, und das lange Fell rund um die Ohrmuschel bedeckt den Gehörgang, wodurch sich leicht Feuchtigkeit und Fremdkörper ansammeln können.
Zudem ist der Papillon mit einem Körpergewicht von 2–4,5 kg ein sehr kleiner Hund, dessen Gehörgang (ear canal) eng und empfindlich ist, sodass selbst kleine Reizungen schnell zu Entzündungsreaktionen führen können. Schon alltägliche Umweltfaktoren wie Staub, Pollen nach dem Spaziergang oder Schwankungen der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen können eine Otitis externa auslösen, weshalb im Allgemeinen eine konsequente Ohrenpflege 2–3 Mal pro Woche empfohlen wird.
Papillons sind aktiv und neugierig, sodass ihre Ohren bei Aktivitäten im Freien leicht mit Gras oder Sand in Berührung kommen. Häufiges Kratzen an den Ohren, heftiges Kopfschütteln oder ein unangenehmer Geruch aus den Ohren können frühe Anzeichen einer Otitis externa sein – daher ist eine frühzeitige häusliche Pflege wichtig.
02Papillon Ohrstruktur & Entstehungsmechanismus von Otitis externa
Die Ohren des Papillons sind aufrecht stehend (erect ear), was im Vergleich zu Hängeohren (drop ear) eine bessere Belüftung vermuten lässt. In der Realität jedoch bedeckt das Zierhaar, das entlang der Ohrmuschel wächst, den Gehörgang wie einen Vorhang und behindert so den Luftstrom. Besonders im Sommer bei hoher Luftfeuchtigkeit oder wenn nach dem Baden die Feuchtigkeit nicht vollständig getrocknet ist, entsteht im Inneren des Gehörgangs ein feuchtes Milieu.
Otitis externa kann durch verschiedene Ursachen wie Bakterien, Hefen (Malassezia), Allergien, Fremdkörper oder Ohrmilben entstehen. In der Anfangsphase zeigen sich Symptome wie vermehrtes Ohrenschmalz, Rötungen und Juckreiz. Da Papillons klein sind, übersehen Halter leicht Veränderungen im Ohrinneren, weshalb es wichtig ist, sich anzugewöhnen, regelmäßig das Innere der Ohren zu kontrollieren.
Aufgrund der langhaarigen Beschaffenheit kann sich das Fell rund um die Ohren mit Ohrenschmalz verkleben und Krusten bilden, oder es können feine Härchen im Ohrinneren wachsen, die den Abtransport von Ohrenschmalz behindern. Das Verständnis dieser strukturellen Besonderheiten und deren Management ist der erste Schritt zur Vorbeugung von Otitis externa.
03Papillon Ohren-Pflegeroutine zu Hause (2–3 Mal pro Woche)
Schritt 1: Pflege der Schmuckhaare um die Ohren
Die Schmuckhaare an den Ohren des Papillons sind ein wichtiges optisches Merkmal des Rassestandards, können jedoch die Luftzirkulation behindern, wenn sie übermäßig wachsen und den Gehörgang bedecken. Kürzen Sie bei der Pflege die Haare rund um den Gehörgangseingang leicht oder trimmen Sie zu Hause vorsichtig nur die Haare, die den Gehörgang verdecken, mit einer Schere mit abgerundeten Spitzen. Feine Haare, die im Inneren des Ohrs wachsen, sollten nicht gewaltsam gezupft werden. Es ist sicherer, die Entscheidung über eine Entfernung nach Rücksprache mit einem professionellen Groomer oder in einer Tierklinik zu treffen.
Schritt 2: Sanfte Reinigung mit Ohrreiniger
Geben Sie ausreichend (5–10 Tropfen) Ohrreiniger speziell für Hunde in den Gehörgang und massieren Sie dann den unteren Teil des Ohrs (unterhalb des Ohrknorpels) 20–30 Sekunden lang sanft, damit die Reinigungsflüssigkeit das Ohrenschmalz auflösen und aufwirbeln kann. Wenn der Papillon den Kopf schüttelt und den Inhalt herausschleudert, wischen Sie den Gehörgangseingang und die Innenseite der Ohrmuschel mit sauberer Gaze oder einem Wattepad ab. Wattestäbchen bergen die Gefahr einer Trommelfellverletzung, wenn sie tief in den Gehörgang geschoben werden. Verwenden Sie sie daher nur leicht an den sichtbaren Stellen oder wickeln Sie Gaze um Ihren Finger zum Abwischen – das ist sicherer.
Schritt 3: Vollständige Trocknung
Nach der Reinigung ist es am wichtigsten, das Ohrinnere vollständig zu trocknen. Absorbieren Sie die Feuchtigkeit mit weicher, trockener Gaze und trocknen Sie die Ohrenumgebung mit einem Ventilator auf niedriger Stufe oder einem Föhn auf niedriger Temperatur aus mindestens 20 cm Entfernung. Da Papillons geräuschempfindlich sein können, gewöhnen Sie sie anfangs langsam mit Leckerli-Belohnungen daran.
Für die tägliche Pflege kann es hilfreich sein, Produkte zu wählen, die wenig reizend sind und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe enthalten. Zum Beispiel können spezialisierte Lösungen für die Ohren- und Hautpflege zu Hause wie ANITOK Care dabei helfen, die Ohrenumgebung sensibler Papillons angenehm zu erhalten.
04Ohrenpflege nach dem Baden und Spazierengehen
Papillons haben aufgrund ihres langen Fells die Eigenschaft, dass das Fell um die Ohren herum nach dem Baden leicht nass wird und Wasser bis ins Innere der Ohren gelangen kann. Vor dem Baden sollten Sie leicht Watte in den Gehörgang einführen, um zu verhindern, dass Wasser eindringt, und darauf achten, dass Shampooschaum nicht mit den Ohren in Berührung kommt.
Nach dem Baden müssen die Bereiche um die Ohren und der Gehörgang unbedingt mit Gaze und einem Föhn vollständig getrocknet werden. Da das Fell von Papillons weich ist und nicht schnell trocknet, sollten Sie die Rückseite der Ohrmuschel und die Haarwurzeln der Schmuckhaare sorgfältig trocknen, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in den Gehörgang gelangt.
Nach dem Spaziergang überprüfen Sie, ob Staub oder Pflanzensamen am Fell um die Ohren haften, und entfernen Sie Fremdkörper mit einer weichen Bürste. Besonders nach Spaziergängen in der Pollen-Saison im Frühling und Herbst oder auf Wiesen hilft es zur Vorbeugung von Otitis externa, sich anzugewöhnen, auch das Innere der Ohren leicht zu kontrollieren.
05Umgebungs- und Lebensmanagement für die Ohrengesundheit von Papillons
- Luftfeuchtigkeit im Innenbereich regulieren: Luftfeuchtigkeit bei 50–60 % halten, während der Regenzeit und im Sommer Luftentfeuchter verwenden
- Regelmäßige Pflege des Fells um die Ohren: Alle 4–6 Wochen professionelle Pflege, um die Belüftung des Ohreneingangs zu gewährleisten
- Allergiemanagement: Papillons mit Futtermittelallergien oder Atopie neigen zu wiederkehrenden Ohrenentzündungen, daher sollten Ernährungsmanagement und Hautfeuchtigkeit parallel durchgeführt werden
- Stress minimieren: Papillons haben ein sensibles Wesen, und bei Stress kann die Immunabwehr sinken, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Außenohrentzündungen steigen kann. Sorgen Sie für einen stabilen Tagesablauf und ausreichend Spielzeit
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Mindestens alle 6 Monate bis 1 Jahr wird eine endoskopische Ohrenuntersuchung in der Tierarztpraxis empfohlen
Da Papillons eine gesellige und aktive Rasse sind, sollten Sie auch nach dem Kontakt mit anderen Hunden die Ohren auf Verletzungen oder Kratzer überprüfen. Selbst kleine Verletzungen können ein Einfallstor für bakterielle Infektionen sein.
06Wichtige Hinweise zur Ohrenpflege beim Papillon
Papillons haben einen kleinen Körperbau und dünne Ohren, sodass übermäßige Kraftanwendung oder die Verwendung falscher Werkzeuge leicht Schäden verursachen können. Führen Sie beim Ohrenreinigen die Düse nicht tief in den Gehörgang ein, sondern setzen Sie sie am Eingang an und lassen Sie die Reinigungslösung sanft hineinfließen.
Reizende Inhaltsstoffe wie Alkohol oder Wasserstoffperoxid können die Ohrenschleimhaut schädigen, daher sollten ausschließlich Produkte für Haustiere verwendet werden. Wattestäbchen für Menschen können für Papillons mit ihren engen Gehörgängen zu groß sein – beschränken Sie sich daher auf das Reinigen der sichtbaren Ohrmuschel.
Die Häufigkeit der Ohrenreinigung liegt in der Regel bei 2–3 Mal pro Woche, aber zu häufiges Reinigen kann die natürliche Schutzbarriere im Ohrinneren schädigen und Entzündungen verursachen. Beobachten Sie den Zustand der Ohren Ihres Papillons und finden Sie einen individuell angepassten Rhythmus. Wenn kaum Ohrenschmalz vorhanden ist und die Ohren sauber sind, können Sie auch auf einmal pro Woche reduzieren.
Am wichtigsten ist jedoch: Wenn bereits Symptome einer Außenohrentzündung (Rötung, Schwellung, übler Geruch, Eiter, starker Juckreiz) auftreten, sollten Sie nicht versuchen, das Problem nur mit Heimpflege zu lösen, sondern umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Früherkennung und angemessene Behandlung sind der sicherste Weg, um eine Chronifizierung zu verhindern.
· Wenn aus dem Ohr ein übler Geruch kommt oder gelbliche bzw. bräunliche eitrige Sekrete anhalten
· Wenn Ihr Papillon sich stark am Ohr kratzt, sodass Wunden entstehen, oder den Kopf nur zu einer Seite neigt
· Wenn das Ohrinnere gerötet und geschwollen ist und Ihr Hund bei Berührung Schmerzen zeigt oder aggressiv reagiert
· Wenn die Symptome trotz Heimpflege länger als eine Woche anhalten oder häufig wiederkehren
