Labrador Retriever sind menschenbezogen und voller Energie, doch ihre kurze, dichte Doppelschicht und ihre Vorliebe für Wasser machen sie anfällig für Hautprobleme. Besonders unter der kräftigen Statur von 25–36 kg können sich Feuchtigkeit und Talg stauen und zu Atopie, bakteriellen Hautentzündungen und allergischem Juckreiz führen. Mit konsequenter, täglicher Homecare schützen Sie die Hautbarriere Ihres Hundes nachhaltig.
01Labrador Retriever Haut – warum ist sie besonders empfindlich?
Der Labrador Retriever ist ursprünglich ein Arbeitshund, der Fischern im kalten Nordatlantik half. Sein kurzes Doppelfell (Double Coat) mit wasserabweisender Funktion stößt Wasser ab, doch im heißen und feuchten Sommer Koreas erschwert es die Luftzirkulation, sodass Hitze und Feuchtigkeit leicht an der Hautoberfläche eingeschlossen werden.
Zudem ist der Labrador bekannt für seinen ausgeprägten Appetit und seine hohe Aktivität, was zu einer verstärkten Talgproduktion führt, und er gilt als anfälliger für allergieauslösende Proteine (Umwelt und Futter). Hautfalten am Hals, Achselhöhlen und Leistengegend bieten besonders günstige Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien und Hefepilzen.
Infolgedessen werden atopische Dermatitis, Hot Spots (akute feuchte Dermatitis) und seborrhoische Dermatitis häufig bei Labradoren beobachtet. Früherkennung und konsequente häusliche Pflege sind der Schlüssel.
02Tägliches Bürsten für Luftzirkulation unter dem Doppelfell
Wenn Sie das Bürsten bei kurzem Fell vernachlässigen, kann sich abgestorbene Unterwolle (Unterfell) auf der Haut ansammeln, die Belüftung behindern und die Vermehrung von Bakterien begünstigen. Labradore haaren das ganze Jahr über, wobei besonders im Frühling und Herbst große Mengen an Unterwolle ausfallen.
- Mit einer Gummibürste oder einem Unterwolle-Rake täglich 5 Minuten in der Reihenfolge Hals, Rücken, Hinterteil bürsten
- Nach dem Bürsten die Haut mit der Hand auf feine Schuppen oder rote Flecken untersuchen
- Sich angewöhnen, das Fell leicht gegen die Wuchsrichtung anzuheben, um den Hautzustand direkt zu überprüfen
Bürsten geht über das bloße Entfernen von Haaren hinaus und kann durch Hautmassage und Förderung der Durchblutung auch einen positiven Einfluss auf die Regeneration der Hautbarriere haben.
03Vollständiges Trocknen nach dem Baden ist der erste Schritt zur Vorbeugung von Hauterkrankungen
Labradore lieben Wasser, aber Feuchtigkeit, die nach dem Baden zwischen dem doppelten Fell zurückbleibt, ist eine direkte Ursache für Hauterkrankungen. Besonders Nackenfalten, Zwischenräume zwischen den Zehen und der Bereich hinter den Ohren sind Stellen, die von Haltern leicht übersehen werden.
Baden ist alle 2–3 Wochen einmal angemessen, wobei ein mildes, speziell für Haustiere entwickeltes Shampoo verwendet und mit lauwarmem Wasser ausgespült werden sollte. Shampoos für Menschen sollten vermieden werden, da ihr pH-Wert nicht geeignet ist und die Hautbarriere schädigen kann.
- Nach dem ersten Entfernen der Feuchtigkeit mit einem Handtuch mit dem Föhn auf niedriger Stufe bis zur Unterwolle vollständig trocknen
- Die Föhntemperatur sollte lauwarm sein und einen Abstand von mindestens 15 cm zur Haut einhalten
- Direkt nach dem Baden Ohreninneres, Pfotenballen und Bauchfalten mit der Hand berühren, um Feuchtigkeit nochmals zu überprüfen
Auch wenn nach dem Spaziergang nur die Pfoten gewaschen werden, kann allein durch gründliches Trocknen der Zwischenräume zwischen den Zehen eine Hauterkrankung der Pfoten erheblich reduziert werden.
04Der Zusammenhang zwischen Futtermittelallergien und Hautjuckreiz
Labradore sind eine Rasse, bei der die Diagnose von Futtermittelallergien aufgrund ihres starken Appetits häufig verzögert wird. Wenn sie überempfindlich auf bestimmte Proteine wie Rindfleisch, Huhn, Weizen, Soja oder Milchprodukte reagieren, kann sich dies in chronischem Juckreiz, Ohrentzündungen, Pfotenlecken und anderen Symptomen äußern.
Nach Rücksprache mit einem Tierarzt wird im Allgemeinen empfohlen, eine Eliminationsdiät oder ein Futter mit hydrolysiertem Protein über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen auszuprobieren. Leckerlis und menschliche Nahrung müssen vollständig ausgeschlossen werden, um eine genaue Beurteilung zu ermöglichen.
Darüber hinaus ist bekannt, dass Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) dabei helfen können, entzündliche Hautreaktionen zu lindern und die Barrierefunktion des Darms zu verbessern. Sie können dem Futter zugesetzt oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln verabreicht werden, wobei die Dosierung je nach Körpergewicht und Zustand angepasst werden muss.
05Allergieauslöser durch Umgebungsmanagement reduzieren
Hausstaubmilben, Pollen und Schimmelsporen sind typische Umweltallergene, die die Atopie bei Labradoren verschlimmern. Da es sich um große Hunde handelt, die einen weiten Aktionsradius haben und ihre Nase häufig auf den Boden legen, ist auch die Häufigkeit der Exposition hoch.
- Bettwäsche und Kissenbezüge 1x wöchentlich bei mindestens 60°C heiß waschen
- Luftreiniger im Wohnzimmer und in den Hauptaktivitätsbereichen des Hundes durchgehend laufen lassen
- Luftfeuchtigkeit bei 40–60% halten, um die Vermehrung von Schimmel und Milben zu unterdrücken
- Nach dem Spaziergang Pfoten und Bauch mit Feuchttüchern abwischen, um das Eindringen von Allergenen ins Haus zu verhindern
Insbesondere im Frühling und Herbst während der Jahreszeitenwechsel kann eine Routine, bei der Pfotenballen und Bauch nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült und vollständig getrocknet werden, zur Gewohnheit gemacht werden und saisonale Atopie-Symptome deutlich reduzieren.
06Beruhigende Hautpflege zu Hause
Parallel zur tierärztlichen Behandlung gibt es Möglichkeiten, die Regeneration der Hautbarriere auch zu Hause zu unterstützen. Spezielle Hautpflege- und Atopie-Produkte für den Heimgebrauch wie ANITOK Hair können helfen, gereizte Haut zu beruhigen und die Feuchtigkeitsbarriere zu stärken.
Bei stark juckenden Stellen können kalte Kompressen (ein sauberes Handtuch in kaltem Wasser tränken und 5 Minuten auflegen) eine vorübergehende beruhigende Wirkung haben. Das Anlegen eines Halskragens (Elizabethkragen) ist ebenfalls wichtig, um zu verhindern, dass das Tier sich mit den Krallen kratzt, und somit Sekundärinfektionen vorzubeugen.
Darüber hinaus gibt es Studienergebnisse, die zeigen, dass Probiotika durch die Darmgesundheit das Immungleichgewicht verbessern und zur Regulierung von Hautentzündungsreaktionen beitragen können. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt die Auswahl des geeigneten Bakterienstamms und der passenden Dosierung.
· Wenn das Kratzen oder Lecken den ganzen Tag über anhält und so stark ist, dass Ihr Tier nachts nicht schlafen kann
· Wenn die Haut nässt, Krusten bildet, Stellen mit Haarausfall zeigt oder unangenehm riecht
· Wenn Ihr Tier häufig den Kopf schüttelt und die Ohren innen gerötet sind oder bräunlicher Ausfluss sichtbar ist
· Wenn Ihr Tier die Pfotenballen ständig leckt, sodass die Haut dunkelrot verfärbt und feucht geworden ist
