Dackel sind eine faszinierende Rasse mit dem Mut eines Jagdhundes, aber aufgrund ihrer einzigartigen Körperform mit langer Wirbelsäule und kurzen Beinen sind sie anfällig für Patellaluxation und Gelenkerkrankungen. Obwohl sie mit 4–9 kg ein geringes Körpergewicht haben, sind sie sehr aktiv, wodurch ihre Kniegelenke wiederholten Belastungen ausgesetzt sind. Schützen Sie die Gelenkgesundheit Ihres Lieblings durch Früherkennung und richtige Heimpflege.
01Warum sind Dackel anfällig für Patellaluxation?
Die markantesten Merkmale des Dackels sind sein langer Rücken (Wirbelsäule) und seine kurzen Beine. Diese einzigartige Körperform ist das Ergebnis einer Züchtung für die Dachsjagd, stellt jedoch für den modernen Begleithund eine strukturelle Schwachstelle dar, die Gelenke und Wirbelsäule dauerhaft belastet.
Patellaluxation (Patellar Luxation) ist ein Zustand, bei dem die Kniescheibe (Patella) aus ihrer normalen Position herausrutscht. Bei Dackeln ist bekannt, dass die Häufigkeit aufgrund der kurzen Beine höher ist, da der Körperschwerpunkt niedrig liegt und das Kniegelenk relativ instabil ist. Unabhängig vom Felltyp – ob Kurzhaar, Langhaar oder Rauhaardackel – sollten alle Dackel auf diese Erkrankung achten.
Insbesondere Aktivitäten wie Springen oder häufiges Treppensteigen, Übergewicht und genetische Faktoren können zusammenwirken und das Risiko einer Patellaluxation erhöhen.
02Checkliste für frühe Symptome einer Patellaluxation
Als Halter eines Dackels sollten Sie im Alltag aufmerksam auf die folgenden Symptome achten. Eine frühzeitige Erkennung ist der Schlüssel, um das Fortschreiten zu verlangsamen und Schmerzen zu reduzieren.
- Beim Spaziergang hebt der Hund plötzlich ein Hinterbein und hüpft auf drei Beinen
- Streckt oder schüttelt das Hinterbein, um das Knie wieder in Position zu bringen
- Zögert oder weigert sich, Treppen zu steigen oder aufs Sofa zu springen
- Das Hinterbein ist steif oder der Hund humpelt beim Aufstehen aus dem Sitzen
- Leckt häufig die Knieregion oder reagiert empfindlich auf Berührungen dort
Wenn diese Symptome wiederholt auftreten, sollte unbedingt eine genaue Diagnose in einer Tierklinik eingeholt werden. Die Patellaluxation wird in Grade 1 bis 4 eingeteilt, und je nach Grad kann eine konservative Behandlung oder ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein.
03Gewichtsmanagement ist der erste Schritt zur Gelenkgesundheit
Dackel haben einen ausgeprägten Appetit und sind anfällig für Leckerlis, weshalb sie zu den Rassen gehören, die leicht übergewichtig werden. Bereits eine Gewichtszunahme von nur 500 g kann eine große Belastung für ihre kurzen Beine und die lange Wirbelsäule darstellen.
Um das Idealgewicht zu halten, ist es wichtig, die empfohlene Tageskalorienmenge einzuhalten und Leckerlis auf maximal 10 % der täglichen Gesamtkalorien zu begrenzen. Eine angemessene Körperform liegt vor, wenn der Halter die Rippen beim leichten Abtasten mit der Hand fühlen kann und von oben betrachtet eine leichte Taille erkennbar ist.
Regelmäßige Fütterungszeiten, die Gabe von fett- und proteinreichem Futter sowie die regelmäßige Gewichtskontrolle sind die grundlegendsten und effektivsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Patellaluxation.
04Gelenkbelastung durch Verbesserung der häuslichen Umgebung reduzieren
Treppen, Sofas und Betten stellen für Dackel ein erhebliches Risiko für die Gelenke dar. Sprünge oder abrupte Landungen belasten die Kniescheibe und die Bandscheiben der Wirbelsäule.
Checkliste zur Umgebungsverbesserung
- Installation von Haustier-Stufen (Treppen) oder Rampen mit sanfter Steigung vor Sofa und Bett
- Rutschige Böden mit Teppichen oder Yogamatten rutschfest machen
- Verhindern Sie, dass der Hund selbstständig auf erhöhte Flächen klettert – tragen Sie ihn stattdessen
- Futter- und Wassernäpfe leicht erhöht platzieren, damit der Hund den Kopf nicht zu stark senken muss
Besonders bei Langhaardackeln ist das Fell an den Pfotenballen länger, wodurch sie leichter ausrutschen können. Daher ist es wichtig, das Fell an den Pfotenballen regelmäßig zu trimmen. Kleine Verbesserungen der Umgebung summieren sich täglich und tragen zum Schutz der Gelenkgesundheit bei.
05Angemessene Bewegung und Muskelerhalt
Um einer Patellaluxation vorzubeugen, ist es wichtig, die Muskulatur rund um das Knie zu stärken. Bei Dackeln können jedoch intensive Bewegung oder langes Laufen eher schädlich sein, daher gilt das Prinzip: geringe Intensität, kurze Dauer, regelmäßige Bewegung.
Ideal sind tägliche Spaziergänge von 20–30 Minuten auf ebenem Gelände in langsamem Tempo. Schwimmen wird empfohlen, da es die Gelenke nicht belastet und die gesamte Muskulatur gleichmäßig aufbaut – allerdings haben viele Hunde Angst vor Wasser, daher sollte man sie nicht dazu zwingen.
Für drinnen eignen sich einfache Zerrspiele (nicht zu wild), Nasenarbeit oder „Folge mir"-Training in langsamem Tempo. Vermeiden Sie es, Bälle weit zu werfen, sodass der Hund schnell losrennt, oder Tricks, bei denen er sich auf der Stelle im Kreis dreht – dies kann Kniescheibe und Wirbelsäule belasten.
06Tägliche Gelenkpflege-Routine zu Hause
Wenn sich die Patellaluxation im Anfangsstadium befindet oder Sie präventiv vorgehen möchten, ist es wichtig, eine Routine zu etablieren, die Sie zu Hause konsequent durchführen können.
Machen Sie es sich zunächst zur Gewohnheit, nach dem abendlichen Spaziergang Dehnübungen für die Hinterbeine und eine sanfte Massage durchzuführen. Massieren Sie sanft in kreisenden Bewegungen um das Knie herum und strecken Sie die Hinterbeine langsam nach vorne und hinten – wiederholen Sie diese Bewegung 5–10 Mal. Führen Sie die Übungen so durch, dass Ihr Vierbeiner sich wohlfühlt, und brechen Sie sofort ab, wenn Schmerzen auftreten.
In Bezug auf die Nährstoffversorgung können Gelenkbausteine wie Glucosamin, MSM und Kollagen hilfreich sein. Produkte wie ANITOK Joint, die mit patentierten Inhaltsstoffen entwickelt wurden, sind speziell für die Patella- und Gelenkpflege konzipiert, lassen sich täglich einfach verabreichen und haben eine gute Akzeptanz – weshalb sie von vielen Dackel-Haltern gewählt werden.
Regelmäßige tierärztliche Kontrollen (alle 6 Monate bis 1 Jahr), aufmerksame Beobachtung durch den Halter und eine konsequente Alltagsroutine tragen gemeinsam dazu bei, die Gesundheit der Kniescheibe langfristig zu erhalten.
· Ihr Hund hebt das Hinterbein vollständig beim Gehen oder kann den Fuß nicht auf den Boden setzen
· Das Knie ist geschwollen oder fühlt sich warm an und das Tier reagiert sehr schmerzempfindlich auf Berührung
· Die Symptome halten länger als einen Tag an oder verschlimmern sich zunehmend
