Die molligen Wangen und die kurze Schnauze sind das Markenzeichen der Britisch Kurzhaar, doch wussten Sie, dass die dicht angeordneten Zähne ein erhöhtes Risiko für Zahnstein und Stomatitis mit sich bringen? Je älter die Katze wird, desto mehr nimmt das Gewicht zu und die Aktivität ab – die Maulhygiene wird dadurch umso wichtiger. Beginnen Sie noch heute mit einer praktikablen häuslichen Pflegeroutine, um die Zahngesundheit Ihres Lieblings zu schützen.
01Britisch Kurzhaar: Warum ist Zahnpflege besonders wichtig?
Die Britisch Kurzhaar verfügt aufgrund ihrer kurzen und breiten Schädelstruktur über eng beieinanderstehende Zähne in einem beengten Raum. Diese anatomische Besonderheit begünstigt, dass sich Futterreste leicht zwischen den Zähnen festsetzen und Plaque schnell zu Zahnstein verhärtet.
Zudem neigt diese Rasse aufgrund ihres ruhigen und gelassenen Wesens zu wenig Bewegung, und um ihr stattliches Gewicht von 4–8 kg zu halten, nimmt sie eine vergleichsweise große Futtermenge zu sich. Dadurch steigt die Vermehrung von Bakterien in der Maulhöhle auf natürliche Weise an, und es ist bekannt, dass ab einem Alter von 3 Jahren das Auftreten von Parodontalerkrankungen und Stomatitis bei dieser Rasse höher ist als bei durchschnittlichen Katzen.
Frühzeitige Erkennung und konsequente häusliche Pflege beeinflussen die Lebensqualität der Britisch Kurzhaar maßgeblich.
02Was ist der Unterschied zwischen Stomatitis und Parodontalerkrankungen?
Parodontalerkrankungen sind Erkrankungen, bei denen sich Entzündungen im Zahnfleisch und Knochengewebe entwickeln, die die Zähne umgeben. Die Hauptursache ist die Ansammlung von Zahnstein. Typische Symptome sind Mundgeruch, Zahnfleischbluten und lockere Zähne, und wenn sie unbehandelt bleiben, kann es zu Zahnverlust kommen.
Stomatitis ist eine Erkrankung, bei der schwere Entzündungen und Geschwüre in der gesamten Mundschleimhaut auftreten. Es ist bekannt, dass Störungen der Immunreaktion oder virale Infektionen daran beteiligt sind. Sie führt zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag, wie z. B. Futterverweigerung, vermehrtem Speichelfluss und der Einstellung der Fellpflege.
Rassen mit dicht stehenden Zähnen wie die Britisch Kurzhaar sind anfällig für beide Erkrankungen, weshalb regelmäßige Mundkontrollen und vorbeugende häusliche Pflege unerlässlich sind.
03Zahnpflege-Routine für British Shorthair Katzen zu Hause
1. Zähneputzen zur Gewohnheit machen
Idealerweise sollten Sie 1-mal täglich oder mindestens 3-mal pro Woche die Zähne putzen. British Shorthair Katzen sind zwar sanftmütig, können aber Berührungen im Gesichtsbereich ablehnen. Beginnen Sie daher bereits im Kittenalter damit, die Gegend um das Maul zu berühren. Verwenden Sie eine spezielle Katzenzahnbürste und Katzenzahnpasta (menschliche Zahnpasta ist absolut verboten). Beginnen Sie zunächst mit Gaze oder einem Fingerling und gewöhnen Sie Ihre Katze schrittweise daran.
2. Zahngesunde Leckerlis und Futter
Nutzen Sie Dental-Snacks, die bei der Zahnsteinentfernung helfen können, oder Trockenfutter, das beim Kauen die Zahnoberfläche reinigt. Da British Shorthair Katzen jedoch zu Übergewicht neigen, ist das Kalorienmanagement wichtig – Leckerlis sollten auf maximal 10 % der täglichen Gesamtkalorienzufuhr beschränkt werden.
3. Mundpflege-Ergänzungsprodukte für zu Hause
Wenn Ihnen das Zähneputzen schwerfällt, können Sie Produkte wie ANITOK Care zur häuslichen Mundpflege für Katzen nutzen, indem Sie diese im Wassernapf verdünnen oder direkt auftragen. Dies kann helfen, die Vermehrung von Bakterien zu hemmen und die Plaquebildung zu reduzieren.
04Checkliste für die Mundgesundheit
- Zahnfleischfarbe: Ist es gesund rosa? Ist es gerötet oder weißlich geschwollen?
- Zahnoberfläche: Sind gelbliche oder bräunliche Zahnsteinablagerungen zu sehen? Achten Sie besonders auf die Backen- und Eckzähne.
- Mundgeruch: Riecht es stark unangenehm, über den normalen fischigen Geruch hinaus?
- Speichelfluss: Sabbert Ihre Katze mehr als üblich oder ist der Bereich unter dem Kinn ständig nass?
- Fressverhalten: Kaut Ihre Katze nur auf einer Seite, schüttelt den Kopf beim Fressen oder hat der Appetit plötzlich nachgelassen?
Britisch Kurzhaar sind eine Rasse, die Schmerzen nicht gut zeigt, daher ist es wichtig, auch kleine Veränderungen nicht zu übersehen und zu dokumentieren.
05Regelmäßige Untersuchungen und Zahnsteinentfernung – wann sind sie notwendig?
Durch häusliche Zahnpflege allein lässt sich Zahnstein nicht vollständig entfernen. Im Allgemeinen wird empfohlen, einmal jährlich eine zahnärztliche Untersuchung durch den Tierarzt durchführen zu lassen und je nach Ausmaß des Zahnsteins eine professionelle Zahnsteinentfernung vornehmen zu lassen.
Britisch Kurzhaar-Katzen haben aufgrund ihrer kräftigen Statur ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen (hypertrophe Kardiomyopathie), weshalb es wichtig ist, vor der Narkose durch Herzultraschall und Blutuntersuchungen die Sicherheit zu gewährleisten. Nach der Narkose sollten alle Zähne gründlich gereinigt und poliert werden, um ein erneutes Auftreten hihinauszuzögern.
Wenn eine Stomatitis vermutet wird oder bereits diagnostiziert wurde, können neben der Verschreibung von Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamenten auch aktive Behandlungsmaßnahmen wie Zahnextraktionen erforderlich sein – besprechen Sie dies bitte ausführlich mit Ihrem Tierarzt.
06Tipps für die Zahngesundheit im Alltag
Stressmanagement: Britisch Kurzhaar sind sensibel gegenüber Veränderungen. Stress kann das Immunsystem schwächen und Stomatitis verschlimmern, daher sollten Sie für eine stabile Umgebung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen.
Flüssigkeitszufuhr erhöhen: Nutzen Sie einen Trinkbrunnen oder erhöhen Sie den Anteil an Nassfutter, um Bakterien in der Maulhöhle auszuspülen und die Speichelproduktion anzuregen. Ein trockenes Maul ist ein Nährboden für Bakterienwachstum.
Spielzeug einsetzen: Dental-Spielzeuge oder Silikonspielzeuge, die zum Kauen anregen, können gleichzeitig die Zahnoberfläche stimulieren und das Zahnfleisch massieren. Achten Sie jedoch darauf, dass zu harte Materialien ein Risiko für Zahnfrakturen darstellen können.
· Bei starkem Mundgeruch und blutendem oder geschwollenem Zahnfleisch
· Wenn Ihr Tier beim Fressen aufschreit oder der Appetit über mehrere Tage stark nachlässt
· Bei anhaltendem Speichelfluss und durchnässtem Fell unter dem Kinn
· Wenn Zähne locker sind oder ausgefallen sind oder Geschwüre oder Knoten in der Maulhöhle tastbar sind
